Wolfgang Lusaks Erfolgsgeheimnisse

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Wolfgang Lusaks Erfolgsgeheimnisse

Ein Jahr mache ich nun schon diese Erfolgsgeheimnis-Interviews. 100 sind nun hier veröffentlicht. Und nachdem ich mir wiederholt die Antworten meiner wunderbaren Interviewpartner auf meine Fragen angesehen habe war ich vor allem eines, tief berührt: So offen, ehrlich, glaubwürdig, mitreißend und überzeugend! So wertvoll ist das Wissen und die Erfahrung von erfolgreichen mittelständischen Führungskräften! Das bedeutet Sichtbarkeit der Leistungen von Startups, EPU, KMU, Familienbetrieben und Freiberuflern!

Und dann habe ich mir gesagt, da muss ich auch selbst Farbe bekennen. Ich werde hier genauso wie alle in Beantwortung der 5 Fragen meine Geschichte erzählen. Die Geschichte eines einstmals jungen Konzern-Managers, eines von Staat eingesetzten Geschäftsführers und eines nunmehr seit 22 Jahren sehr glücklich arbeitenden Eine-Person-Beratungs-Unternehmers. Letztlich gibt es auch meine 8 “Entweder-Oder”-Erfolgs-Tipps zu lesen.

„Seine eigene Mitte finden und dadurch zu Übersicht, Kreativität und persönlicher Souveränität zu gelangen statt im Selbstzweifel stecken bleiben“

  1. Was ist das Fundament Ihres Erfolges, mit welcher Idee hat der Aufschwung Ihres Unternehmens begonnen?

Ich habe mich erst mit 47 Jahren dazu durch gerungen, mich selbständig zu machen. Obwohl ich mich als angestellter Manager schon länger unwohl und vor allem unfrei gefühlt habe, so bin ich doch lange an den Bequemlichkeiten des Arbeitnehmer-Lebens wie regelmäßiges fixes Einkommen, Arbeitnehmerschutz und in letzter Konsequenz auch weniger Verantwortung gehangen. Erst eine wohl auch psychosomatische Krankheit und die Erkenntnis, dass ich was bei mir selbst verändern muss, um ein wirklich erfülltes und glückliches Leben führen zu können haben mich meine enormen Ängste vor dem Selbständig sein überwinden lassen. Meine Geschäftsidee war es, das Management- und Marketing-Know How aus meiner Konzernzeit und die politischen Erfahrungen aus meiner Arbeit als erster Weinmarketing-Geschäftsführer Österreichs zu einem neuartigen Beratungsangebot zu bündeln.

Sehr profitiert habe ich davon, dass ich nicht direkt den Sprung in die Selbständigkeit getan habe, sondern in einem quasi Zwischenschritt 5 Jahre als Co-Geschäftsführer in einer soliden Unternehmensberatung lernen durfte, was der Unterschied zwischen Managertätigkeit und Berater- und Freiberufler-Arbeit ist.

  1. Was war in der bisherigen Entwicklung die wichtigste strategische Entscheidung (oder die wichtigsten strategischen Entscheidungen)?

Mich als Lobby-Coach zu spezialisieren, der im Gegensatz zum Lobbyisten nicht seine guten Kontakte verkauft – das wäre mir fast wie Prostitution erschienen – sondern seine Kunden dabei berät und begleitet, wie sie sich mit dem Aufbau eigener Lobbys – natürlich fair und transparent – am Markt und insbesondere in Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft etc. mit Angebot und Projekten durchsetzen können.

Die Gründung der Mittelstands-Plattform und auch –Interessenvertretung Lobby der Mitte: Weil mir ein Lobby-Coach, der selbst keine eigene Lobby hat, ziemlich unglaubwürdig erschien. Und weil ich in meiner Arbeit gemerkt habe, dass die mittelständischen Betriebe – von Anfang an meine Kern-Kundengruppe – nicht nur gutes Individual-Lobbying für ihre Angebote brauchen, sondern auch faire Rahmenbedingungen. Ich habe mich dermaßen über die Benachteiligungen des Mittelstands geärgert, dass ich mich einfach in diesem Bereich engagieren musste.

Den Mittelstand nicht nur als KMU-Chefs und –Chefinnen mit 0 bis 250 Mitarbeiter zu definieren, sondern auch als politisch relevante Wertegemeinschaft der Werte Leistung, Eigentum, Nachhaltigkeit und Fairness – immerhin 1 Drittel der Bevölkerung.

Die Lobby der Mitte mit Partnern zu verstärken: Nicht letztlich als One-Man-Show zu verkümmern, sondern durch die Einbeziehung hochklassiger Gesinnungsgenossen und Wirtschaftsdienstleister in Form eines neuen Vorstands den langfristigen Bestand der Initiative abzusichern.

  1. Hat es einmal eine kritische Situation gegeben, in der alles auf des Messers Schneide stand? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

Abgesehen von einem Sommer, in dem ich einen erschreckend niederen Auftragspolster hatte, gab es kaum Probleme. Meine Konsequenz damals war es, nie mehr darauf zu vergessen kontinuierliches Eigen-Marketing zu betreiben, auch wenn die Auftragslage gut ist.

Entscheidend für den Einstieg in ein Leben als Selbständiger war die erwähnte persönliche Verarbeitung meiner Krankheit. Ich musste deren selbst erzeugte Ursachen, meine tiefe Unzufriedenheit mit meiner Unselbständigkeit erst einmal erkennen, um auf den Weg eines selbstbestimmten Lebens und Berufs zu finden. Meditation war für mich der wichtigste Schlüssel.

  1. Wie organisieren Sie Wachstum und Erfolg, was müssen Ihr Team, Ihre Mitarbeiter leisten?

Lusak Consulting ist ein EPU, das in den ersten 12 Jahren seines Bestehens konstant umsatz- und DB-mäßig gewachsen ist und seither ziemlich stabil läuft, auch weil ich mit 5 x 2 Wochen Urlaub im Jahr meine persönliche Kapazität gedeckelt habe. Immerhin konnte ich mein durchschnittliches h-Honorar weiter anheben. Wenn ich eher selten ein paar Sub-Aufträge an Studenten, Marktforschungs-Institute und andere Berater vergebe, dann müssen diese natürlich meinen Qualitätsanforderungen entsprechen.

  1. Welchen Rat möchten Sie anderen aufstrebenden Unternehmen geben, damit sie auch Erfolg haben?

Hier sind meine 8 „Entweder – Oder“ des Erfolgs:

  1. Durch Meditation, Mentaltraining und innere Sammlung zu Übersicht, Kreativität und persönlicher Souveränität gelangen oder im Selbstzweifel stecken bleiben
  2. Zeit für Analyse, Strategie u. Planung nehmen oder im Blindflug abstürzen
  3. In Ideen, F&E, Innovation investieren oder im Preiskampf verkommen
  4. Als einmalige, Kunden-orientierte Marke (gleich ob Startup, EPU oder Konzern) positionieren oder als Nobody untergehen
  5. Mit Pools, Clustern, Netzwerken, Lobbys agieren oder einsam überbleiben
  6. Im richtigen Moment auch unbeirrbar Riskieren (wenn Du von Deiner Idee komplett überzeugt bist) oder in Vorsicht ersticken
  7. Komplett anbieten und dabei Wertschöpfung erweitern oder hinten anstellen
  8. Kaufmännisch auf soliden Business-Plänen, Informationen und Daten basierend agieren oder böse Überraschungen erleben

Mag. Wolfgang Lusak – Lusak Consulting, Schulgasse 18, 1180 Wien
tel 01/ 315 45 36; office@lusak.at – www.lusak.at
Hier geht es zu den anderen Erfolgsgeheimnis-Interviews

Weiterhin laden wir alle erfolgreichen und anständigen mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer – gleich ob EPU, KMU, Freiberufler oder größerer Familienbetrieb – auf , sich hier ebenso mit ihren Erfolgs-Erkenntnissen einzubringen, indem sie die gleichen 5 Fragen wie hier beantworten. Einsenden bei office@lusak.at