Digitalisierung als Treiber

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Wir bringen die folgende Zusammenfassung (Ececutive Summary) der neuen Cisco & Arthur D. Little-Studie “Digitalisierung als Treiber zur Stärkung der Krisenfestigkeit Österreichs“, weil sie auch innovativ-digital-nachhaltigen Mittelstandsbetrieben die Chance gibt daraus Chancen für Ihre Innovationen und Geschäftsfeld-Strategien abzuleiten. Danke auch an den Studien-Koop-Partner BMDW für die Übermittlung.

STUDIE 2020:  Digitalisierung als Treiber zur Stärkung der Krisenfestigkeit Österreichs in Pandemien – durchgeführt von Arthur D. Little im Auftrag von Cisco

Executive Summary (Zusammenfassung)

Die Covid-19-Pandemie hat Länder weltweit schwer getroffen. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind enorm und vielfach noch nichtabsehbar. BürgerInnen und Unternehmen/Organisationen sind mit einer „neuen Normalität“ konfrontiert. Der Umgang damit bringt große Herausforderungen mit sich. Die Digitalisierung hat sich als wichtiges Instrument für die Krisenbewältigung herausgestellt und dieveränderte Situation hat in den verschiedensten Bereichen einen enormen Digitalisierungsschub mit sich gebracht:

  • Um ihre Geschäftstätigkeit aufrechterhalten zu können, haben Unternehmen/Organisationen innerhalb kürzester Zeit auf Home-Office umgestellt. Die Digitalisierung von internen Prozessen und Geschäftsmodellen wurde beschleunigt.
  • Die Covid-19-Pandemie hat lange existierende Barrieren beseitigt und die Akzeptanz für digitale Technologien nicht nur bei MitarbeiterInnen, sondern auch KundInnen erhöht.
  • Unternehmen/Organisationen, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise neue Digitalisierungsprojekte realisiert haben, wollen diese nun auch langfristig etablieren.
  • Unternehmen/Organisationen, die auf vorhandenen Digitalisierungsinitiativen aufbauen konnten, hatten einen klaren Vorteil in der Krisenbewältigung.
  • Die Covid-19-Pandemie hat aber auch deutlich aufgezeigt, wo es Schwachstellen in Bezug auf
    Digitalisierung gibt, und wo lange notwendige Transformationsprozesse versäumt wurden.


Um die Krisenfestigkeit Österreichs weiter zu steigern,

müssen die Hebel auch in Zukunft und verstärkt bei der Digitalisierung angesetzt werden. Regierungen aus verschiedensten Ländern haben während der Corona-Krise bestehende Maßnahmen vorangetrieben und neue gesetzt, um den Digitalisierungsgrad in Unternehmen zu verbessern. Eine Studie von Arthur. D. Little über 26 Länder zeigt, dass dies durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln geschehen kann, aber auch durch zur Verfügungstellung von Informations- und Beratungsleistungen und Ready-made-Digitallösungen oder die Anpassung von regulatorischen Rahmenbedingungen.

Die österreichische Regierung hat die Rolle der Digitalisierung für die Krisenbewältigung erkannt und setzt erste zukunftsorientierte Maßnahmen. Um die Erfahrungswerte der Corona-Krise dafür zu nutzen, Österreich krisenfester zu machen, hat das BMDW mit dem Digitalen
Aktionsplan Austria „Digitalisierung nützen und krisenfest wachsen“ eine zentrale Grundlage
geschaffen. In sieben Aktionsfeldern werden konkrete, digitale Maßnahmen festgelegt.

Im Rahmen dieser Studie wurden die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf Österreich sowohl in Bezug auf Wirtschaft als auch Digitalisierung näher beleuchtet, um die im Digitalen Aktionsplan identifizierten Maßnahmen zu konkretisieren. Der Maßnahmenkatalog des BMDW
wurde um Einschätzungen von über 50 interviewten, österreichischen Top-Führungskräften und
Stakeholdern sowie durch internationale Best-Practices angereichert.

 

Wesentliche Erkenntnisse sind:

  • Die Felder des Digitalen Aktionsplans sind richtig und wichtig – das zeigen sowohl die Diskussionen mit den österreichischen Top-Führungskräften als auch internationale Best Practices. Jetzt geht es darum, diese Aktionspläne auch in die Tat umzusetzen – und damit die Krisenfestigkeit signifikant zu steigern.
  • Internationale Best Practices zeigen auf, welche Ansatzpunkte und Möglichkeiten es zur Umsetzung des Digitalen Aktionsplans gibt:

    1. Finnland: Schaffung eines regulatorischen Umfelds für Public-private-Partnerships im Gesundheitswesen („Regulatory Sandbox“): Ziel ist es, das Testen von Innovationen in einem gesicherten Rahmen zu ermöglichen sowie Rechtssicherheit undWissensaustausch zu steigern.
    2. Großbritannien: Förderung von Use Cases für 5G in der Industrie und Logistik („Industrial Testbeds“): Ziel ist es, neue, digitale Lösungen zu testen und Anwendungsfälle aufzuzeigen, um das Risiko von 5G-Investitionen für Unternehmen zu verringern
    3. Schweiz: Bereitstellung einer interaktiven Webseite für digitale Berufe („Digitalkompetenz-Cluster“): Ziel ist es, basierend auf Inputs von Vertretern aus der Wirtschaft, Berufsbildung und Verwaltung, Digitalisierung in Lehrpläne mit ein zu beziehen und Lehrmethoden anzupassen sowie Ausbildende durch konkrete Handlungsempfehlungen via die Webseite zu unterstützen.

  • Aus der Sicht der österreichischen Top-Führungskräfte sind insbesondere die Maßnahmen in
    den Aktionsfeldern „Regulatorisches Umfeld agiler gestalten“, „Infrastruktur- und Technologieentwicklung“ sowie „Digitale Kompetenzen fördern“ elementar. Pro Aktionsfeld wurden jeweils zwei Themen besonders hervorgehoben.
  • Im Aktionsfeld Regulatorisches Umfeld agiler gestalten

    1. E-Government-Lösungen in Österreich werden als sehr gut bewertet. Diese sollen nutzerInnen-zentriert und gesamtheitlich erweitert werden. Der österreichische Staat soll hier als Vorbild für Unternehmen/Organisationen dienen.
    2. Regularien sollen die neuen Rahmenbedingungen der Digitalisierung widerspiegeln. Einheitliche Register und Standards für digitale Lösungen ermöglichen neue Formen der Datennutzung und -analyse.

  • Im Aktionsfeld Infrastruktur- und Technologieentwicklung

    1. Der flächendeckende Ausbau von Glasfaser innerhalb Österreichs soll weiter vorangetrieben werden. Auch ländliche Regionen sollen von schnellen Internetanbindungen profitieren können.
    2. Projekte, welche Technologie-Use-Cases (wie z. B. den Einsatz von 5G in der Produktion oder in Krankenhäusern) aufzeigen, sollen gezielt gefördert werden. Förderungen sollen an konkrete Ergebnisindikatoren gebunden sein.

  • Im Aktionsfeld Digitale Kompetenzen fördern

    1. Der Erwerb von digitalen Kompetenzen soll als lebenslanger Prozess gesehen werden. Digitale Kompetenzen sollen standardisiert und messbar gemacht werden, um zielgerichtete Kompetenzbildungsmaßnahmen einführen zu können.
    2. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der dualen Ausbildung liegen, da Österreich hier traditionell sehr stark ist. Berufsbilder sollen um Digitalisierungsschwerpunkte angepasst und Aus-/Weiterbildungsmöglichkeiten bedarfsorientiert zur Verfügung gestellt werden.

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