Wir bringen heute die brandneue Presseaussendung des AKV (siehe unten) um dem Mittelstand einen Überblick über die aktuelle Insolvenzsituation, den Trend und die jedenfalls sehr interessanten Insolvenz-Ursachen und Branchen-Details zu geben. Danke an die verlässlichen AKV-Experten und Mag. Franz Blantz, Mitglied der Geschäftsleitung, Bereichsleitung Insolvenz (Foto AKV).
Unser Kurz-Kommentar dazu:
Wöchentlich wurden im 1. Quartal 2026 österreichweit über das Vermögen von 80 Unternehmen Insolvenzverfahren eröffnet. Der AKV rechnet für 2026 mit über 4.100 eröffneten Firmeninsolvenzen. Das ist alles andere als eine echte Trendwende!
Die Regierung hat substantiellen Anteil daran, dass Österreich in dieser Situation ist. Weil sie die Mitte der Gesellschaft (unternehmerischen Mittelstand & angestellte Mittelschicht) permanent mit unverhältnismäßig hohen Steuern, hoher Bürokratie, überbordenden Sozialausgaben und schlechtem Zugang zu Kapital benachteiligt. Das ist die wahre Ursache für die internationale „Leider-nicht-mehr- Wettbewerbsfähigkeit“ Österreichs, die rasch beseitigt werden sollte.
Wieder hat die Regierung ein Jahr ohne substantielle Strukturreformen und Staatseinsparungen verstreichen lassen. Die erfolgten Markteingriffe sind wenig sinnvoll und wirkungslos. Mit Symbolpolitik kommen wir nicht weiter. Wann kommt endliche eine dem Mittelstand und seinen aufopfernden Leistungen entsprechende KMU-Politik? Hier sind unsere aktuellen Forderungen der Mitte = das 7 Punkte-Manifest der Mitte
Noch ein schlechtes Jahr für KMU deutet sich an laut AKV-
Insolvenzstatistik 1.Quartal 2026 an:
Lobby der Mitte fragt: Wann kommt endliche eine dem Mittelstand und seinen aufopfernden Leistungen entsprechende KMU-Politik? Hier sind unsere aktuellen Forderungen = das 7 Punkte-Manifest der Mitte

Hier die SCHLAGZEILEN der AKV INSOLVENZSTATISTIK 1. QUARTAL 2026 bezüglich FIRMENINSOLVENZEN
- Die ersten 3 Monate des Jahres 2026 zeigen eine weiterhin angespannte Wirtschaftslage; die 1.045 eröffneten Firmeninsolvenzen liegen nur um 7,77 % hinter den Werten des Rekordpleitenjahres 2025.
- Die Eröffnungen im Jänner und Februar 2026 deuten noch auf eine langsame Stabilisierung der österreichischen Wirtschaft hin, aber der März 2026 mit überdurchschnittlichen 413 Eröffnungen lässt Zweifel an einer wirtschaftlichen Erholung aufkommen.
- Diese Zweifel werden auch durch die Entwicklung bei den Verfahrensabweisungsbeschlüssen bestärkt. Die 891 Abweisungsbeschlüsse bedeuten nämlich eine Zunahme um 26,56 %, so dass auch die 1.936 Gesamtinsolvenzen (Eröffnungen und Abweisungen) um 5,39 % über dem Vorjahreswert liegen.
- Von den eröffneten Firmeninsolvenzen waren 4.252 Dienstnehmer (1. Quartal 2025: 4.394) betroffen, die meisten von der Insolvenz der WOLLSDORF LEDER SCHMIDT & Co. Ges. m. b. H. mit 361 Dienstnehmern, gefolgt von der EITEK GmbH mit 319 Dienstnehmern.
- Die Gesamtpassiva der eröffneten Firmeninsolvenzen betragen EUR 2,29 Mrd.
- Im 1. Quartal 2026 liegt eine Firmeninsolvenz in Milliardenhöhe vor, nämlich jene der Laura Privatstiftung, welche die Verbindlichkeiten mit EUR 1,071 Mrd. bekannt gibt.
- Im Jahr 2025 sind von den 10 nach Passiva größten Insolvenzen 9 auf die Immobilienbranche entfallen. Die Insolvenzstatistik für das 1. Quartal 2026 zeigt hingegen, dass verstärkt mehrere Branchen von Insolvenzen betroffen sind, so vor allem die Braubranche (261) der Handel (250) und die Gastronomie(180).
- Von den Top-10 nach Passiva entfallen 3 Insolvenzfälle auf Zulieferer im Automotivbereich.
- Mehrheitlich (54,16 %) werden Firmeninsolvenzen über Gläubigeranträgeeröffnet.
- Wöchentlich wurden im 1. Quartal 2026 österreichweit über das Vermögen von 80 Unternehmen Insolvenzverfahren eröffnet.
- Im 1. Quartal 2026 endeten nur 20,72 % der Verfahren mit einem abgeschlossenen Sanierungsplan. Dieser Wert liegt weit unter denSanierungsquoten der Vorjahre. Diese Entwicklung kratzt am Image Österreichs mit weltweit führenden Sanierungs- und Auszahlungsquoten.
- Der AKV rechnet für 2026 mit über 4.100 eröffneten Firmeninsolvenzen.
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Verantwortlich für diese aktuelle Presseaussendung:
Mag. Franz Blantz, Mitglied der Geschäftsleitung, Bereichsleitung Insolvenz (Foto AKV) und
Dr. Cornelia Wesenauer, Pressesprecherin, AKV EUROPA