“Kritiker werden mundtot gemacht”

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“Kritiker werden mundtot gemacht”

Einen ziemlich zornigen und scharfzüngigen Beitrag als Replik und Beitrag zu unserem sich auf Krise und Aggression beziehenden Artikels “WAS JETZT WIRKLICH WICHTIG IST” hat uns Rudolf Mittendorfer Anfang November geschrieben. Er ist der erfolgreiche Senior-Chef der sich klug auf bestimmte Zielgruppen und Organisationen spezialisierten Versicherungsmakler GmbH VERAG, stellvertretender Obmann des Fachverbandsausschuss der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten und darüber hinaus auch dessen Konsumentensprecher, also auch Mittelsmann zu den Endkunden, zur Bevölkerung. (Foto Mittendorfer (C) Versicherungsjournal)

Lieber Herr Mag. Lusak,

alles stimmt, was Sie da schreiben;  manches ist provokant formuliert, manches sind jedoch auch „nur“ Allgemeinplätze, gegen die  niemand sein kann. Mir fehlen in der kritischen Betrachtung hingegen einige wesentliche Punkte, die leider in den Massenmedien kaum oder gar nicht erwähnt werden.

  • Die tatsächliche Gefahr durch covid 19  ist medizinisch durchaus umstritten, aber die Regierung gängelt die Massenmedien und diese räumen „alternativen Fakten“ kaum Raum ein. Herr Drosten – der Star der Staatsmedien –  hat sich bei der Schweinegrippe geirrt, und tut das  auch ständig bei Corona – der gilt als Papst. Kürzlich, beim Coronatalk bei servus-TV als einzigem kritischen Sender in der Corona-Causa,  musste der Vizepräsident der Salzburger Ärztekammer bestätigen, dass es keinerlei Vergleichszahlen zum Vorjahr gibt; alle Maßnahmen basieren auf Annahmen. Es wurde auch klargestellt, dass die Virenlast im Rachen – wo gemessen –wird – tausendfach höher ist, als im ausgeatmeten Atem. Die PCR Tests sind also kaum aussagekräftig für die tatsächliche Infektionsgefahr
  • BK Kurz hat nicht (nur) die richtigen Experten bei sich, sondern vor allem JA-Sager. Aus den Medien bekannte „Berater“ sprechen außerhalb von ORF oder Hauptmedien anders, als sie es sonst innerhalb ihrer jeweiliger „community“ tun. Die anderen sind aus dem Expertenstab schon geflüchtet oder entfernt worden. Allersberger scheint der letzte Mohikaner zu sein.
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    Kritiker werden mundtot gemacht
  • Dass man Kritiker mundtot macht, diffamiert, pensioniert etc., das ist das Gegenteil von der Stärkung der Mitte. Genau das führt dazu, dass auch das andere Ende sich radikalisiert.
  • Die gewaltigen Kosten der verfügten Maßnahmen werden uns auf Jahrzehnte belasten. “Koste es was es wolle“ gibt es nicht.  Es wird bald für gar nichts mehr Geld da sein. Egal wie wenig es kostet.
  • Auch die nunmehrigen „Umsatzersätze“ mit dem Vergleichsmonat 11/2019  – wiewohl ein deutlicher  Fortschritt – haben einen Kardinalmangel. Was macht ein Unternehmer, der 2019 gestartet, seine Ersparnisse und Kredite in die Gründung eines  Standortes investiert hat, mit den geforderten Umsatzzahlen 2019? Die hat er nicht, damals hat er investiert und noch nichts verdient. Diese Gründergeneration lässt man sterben, die werden sich zweimal überlegen nochmals selbständig werden zu wollen – es lebe die Notstandshilfe.
  • Die diversen Hilfstöpfe sind für viele nach wie vor nicht erreichbar… speziell  Veranstaltungen, Gastronomie sowieso, Kunst erst recht, aber auch zigtaused andere rutschen durch. Ich kenne viele solche Fälle– und die meisten sind nur deshalb nicht in Konkurs, weil Finanz und SV (noch) nicht betreiben, und die Gerichte lange geschlossen waren, da kommt noch ein dickes Ende.
  • Die Medien haben versagt – weltweit – und sich kaufen lassen. Dass praktisch weltweit Bilder von Särgen aus 2015  (gesunkenes Flüchtlingsschiff)  für die Coronatoten in der Lombardei missbraucht wurden, ist einfach ein Skandal. Wir haben Regierungsfunk-und Medien.
  • Das ständige Hochlizitieren von „Infektionen“ – mit oder ohne Symptomen – ist vollkommen unsachgemäß und sollte wohl nur die Munition für diverse Maßnahmen bringen.
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    Der Aaaanschober

  • Der aaaaanschober…Gesundheitsminister (dass ein ehemaliger Lehrer keinen Satz ohne dauerndes aaa herausbringt, passt zu den Pisa-Studien) hat im ORF bestätigt, was aufmerksamen Betrachtern schon bekannt war: positiv Getestete in Systemberufen dürfen/müssen arbeiten  (mit entsprechenden „Sicherheitsmaßnahmen“ wie Anschober „versicherte“) – mehrmals negativ getestete Kontaktpersonen müssen hingegen 10 Tage in Quarantäne bleiben.  Wo bleibt da Sinn und Verhältnismäßigkeit?
  • Dass diese Maßnahmen häufig verfassungswidrig waren, und jedenfalls insgesamt gewaltig  in die Grundrechte der Bürger eingreifen,  irritiert mich massiv, ängstigt mich geradezu. Vor allem weil die Mehrheit der Bürger davon unbeeindruckt scheint. Man braucht nur genug Angst verbreiten  (siehe die 100.000 Toten von Kurz) und schon geht fast alles.
  • Stunde der Virologen … die schauen normal durch ein Mikroskop und sehen …… nur Viren (und Bakterien). Jetzt sind sie ungemein wichtig … aber man kann weder die Medizin, noch das gesamte Leben nur auf einen Viurs reduzieren; es sterben im Jahr 4.500 Menschen in Ö an Krankenhaus-Viren …würde darüber auch so berichtet wie über Corona, wären es wohl nur mehr 500.
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    Wo soll das Geld herkommen?

  • Das Geld kommt natürlich von der EU und EZB – und über das Bezahlen redet derzeit sowieso niemand mehr.Das war vor 2 Jahren noch ganz anders, da wurde noch über Tausender gestritten und der Budgetüberschuß bejubelt,  jetzt spielen Milliarden keine Rolle.
  • Und der Plan B – wenn es diese “Heilands”-Impfung nicht gibt – kommen dann staatliche Bunker, in die wir abwechselnd eingesperrt werden?Da die Regierung nicht müde wird zu wiederholen, dass wir nur durchhalten müssen, bis „bald“, jedenfalls im 1. Halbjahr 2021 Impfungen zur Verfügung stehen, und wir dann wieder unsere „Normalität bekommen“  (BK Kurz), ist eine reine Behauptungsstrategie ohne realistische Perspektive. Das wird so hingenommen. Impfstoffentwicklungen brauchen normalerweise viele Jahre – auch um ausreichend Nebenwirkungen auf Zeit (Schwangerschaften)  kontrollieren zu können. Jetzt geht das plötzlich ganz rasch und ist sicher? Die Probanden für die laufenden Testreihen müssen 18-60 Jahre alt sein und kerngesund. Das reicht, um auf Gefahren draufzukommen? Den Russen hat man noch vorgeworfen, ihre Tests „nur“ an Soldaten  (und Putins Tochter) vorgenommen zu haben.
  • Kollateralschäden…Public Health Experten müssen diese in ihre Beurteilung einfließen lassen…aber die werden zuwenig gehört, oder verdrängt  (siehe Sprenger)
  • Digitalisierung und Überwachung – vor einem Jahr war das eine noch DIE drohende  Gefahr für Arbeitsplätze und sozialen Frieden, das andere nach NSA und Konsorten noch eine ständig ins Treffen geführte Bedrohung der Bürger. Jetzt ist Digitalisierung die Lösung, die Arbeitslosigkeit wird nicht erwähnt, und Überwachungsapps etc. sind nicht mehr gefährlich, sondern helfen ja nur.
  • Dass Microsoft den Quartalsgewinn vervierfacht hat zeigt, wer von dieser Krise profitiert. Wer einen Zusammenhang sieht (Gates als Finanzier von WHO und dem RKI), der ist ein Verschwörungstheoretiker – obwohl Gates öffentlich erklärte ALLE Menschen auf der Erde sollten geimpft werden, und es deren sowieso zu viele gäbe.


Zurück zur Mitte in Österreich

Wenn wir nächstes Jahr zigtausende Unternehmer in Konkurs haben, und die Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeitenden über einer Million liegt, und jene, die eben nicht an die diversen Hilfen gelangen, sich radikalisieren, dann wird es für „die Mitte“  womöglich zu spät sein. Dann eskalieren die Flügel – auf der einen Seit der „geschützte Bereich“ , und auf der anderen Seite jene, die unter die Räder gekommen sind.

Denn wie sieht es aktuell konkret für Beamte und bestimmte Vertragsbedienstete der Länder oder Pensionisten aus: keine Einbußen für Pensionisten und aktiven Beamten oder Vertragsbediensteten, die  häufig monatelang dienstfrei gestellt mit vollen Bezügen ihre Gärten pflegen konnten. Und der Veranstaltungstechniker, der sich gerade selbstständig gemacht hat, oder die PR-Agentur, die ihre wichtigsten Kunden verliert?

 

Das nennt man 2-Klassengesellschaft

Und wie geht es Familien mit  einem  Kind im Kindergarten, eines im Gymnasium und dauerndem Hin und Her mit auf und zu? So kann man arbeiten und leben? Die Regierung ist ja eher kinderlos (mit Ausnahme weniger MinisterInnen, die schon einen “normalen” Beruf hatten), der Gesundheitsminister hat sogar den Volksschulstress nicht ausgehalten.

Es regiert die Mittelmäßigkeit – allerdings  angeführt von einem Messias, da wird sich das rote Meer hoffentlich schon noch teilen.

Rudolf Mittendorfer

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Das war unser LdM-Artikel auf den sich Rudolf Mitteldorfers Beitrag bezogen hat

Was jetzt wirklich wichtig ist

Wenn sich Krisen ausweiten und die Aggression steigt

  1. Sich drein finden

    Erkennen, dass es Dinge gibt, die man nicht ändern oder beeinflussen kann. Man sollte sie annehmen und lernen mit ihnen umzugehen. Es erfordert Mut, die Angst nicht zu verleugnen, sie anzusehen und sie so zu überwinden. Es erfordert Vernunft, allgemeine Krisen-Regeln einzuhalten, auch wenn man von ihnen nicht ganz überzeugt ist, z.B. mit freundlich-achtsamem Abstand halten, mit Mund-Nasenschutz tragen und wenn möglich im Homeoffice arbeiten.

  2. Tun was möglich ist

    Denn es gibt Dinge, die man sehr wohl ändern und beeinflussen kann. Die man mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln auch tatsächlich angehen kann. Jetzt und heute kann jeder Mensch für sich erkennen, was er tun kann und entscheiden, was er tun will. Und was Sinn macht.

  3. Das Maß für das Ganze finden

    Zwischen kurzfristig Menschenleben schützen und langfristig die Menschheit retten. Abwägen, was jetzt unter Kontrolle zu halten ist und was weiterhin in Fluss gehalten werden muss. Regierungen und Führungskräften dabei die Chance geben zu lernen, ihnen aber auch auf die Finger schauen. Das Maß immer wieder neu bewerten.

  4. Sein persönliches Maß finden

    Dort was zu ändern, wo man – sie oder er – die unmittelbarste Macht dazu hat und die Verantwortung direkt trägt: das eigene Leben. Es endlich so zu führen, wie man es insgeheim immer wollte. Dazu sollte man ein wenig auf seine “innere Stimme” hören. Vielleicht ist das alles jetzt ein guter Anstoß, neue Aufgaben zu übernehmen, mit einer anderen Arbeit zu beginnen, möglichst in mehr Unabhängigkeit, mit mehr Lebensqualität für sich und andere.

  5. Aufnahme von Information und Kommunikation richtig dosieren

    Die Botschaften über Gefahren, Bedrohungen und Ängste nicht mehr als nötig an sich heran lassen. Die Fähigkeit entwickeln, vom Trommelfeuer der Drama-Medien mit ihren grauenvolle Bilder nicht angesteckt zu werden. Durch die freie Wahl der Verwendung oder Nicht-Verwendung von Medien. Um vom allgemeinen Gefühl des Unwohlsein, der Depression und Hilflosigkeit nicht hinuntergezogen zu werden. Auch ein Rettungsschwimmer hat das Recht, die heftigen Umklammerungen eines Ertrinkenden abzuwehren um letztlich doch zu retten was zu retten ist.

  6.  Undemokratischen Werten und Fanatismus die Stirn bieten

    Wenn Gewalt und Terror zuschlagen und Menschen mit Messern, Amokfahrten und Bomben angegriffen werden. Dann sollten die Ursachen angesehen werden. Dann sollten z.B. religiös-fanatisch-patriarchalische Parallelgesellschaften in die Schranken gewiesen werden – wenn nötig auch mit neuen Gesetzen und konsequenter Umsetzung. Toleranz gegenüber Intoleranz ist Förderung der Intoleranz. Bildung sollte zur Verfügung gestellt werden, sie ist aber auch eine Hol-Schuld. Nicht jede Minderheit und nicht jeder Schutz Suchende verdient sich Unterstützung.

  7. Die Umwelt als wichtigstes Kriterium für das Überleben der Menschheit ansehen

    Hinter der Corona-Krise steht riesengroß die Wirtschafts-Krise und hinter dieser steht die allergrößte Bedrohung der Menschheit, die Krise der Klimaerwärmung und Umweltzerstörung. Es gilt das Gebot des “global Denkens und lokal/regional Handelns”. Hungernden, Bedürftigen, Benachteiligten soll dabei geholfen werden. Aber möglichst vor Ort und im Sinne der alten Weisheit “Wenn du Hungernden helfen willst, dann gib ihnen keinen Fisch, sondern lehre sie zu fischen”.

  8. Die Mitte der Gesellschaft stärken

    Das erreicht man nicht mit der Bekämpfung oder gar  der Unterstützung von Extremisten und polarisierenden Gruppen. Mitte stärken bedeutet den Mittelstand als unternehmerisches Sein, als Werte-Haltung und als Garant der “Runden Gesellschaft” von Benachteiligungen frei zu halten, ihn zu unterstützen statt auszubeuten. Auch wenn er heterogen ist und nur mit schwacher Stimme präsent ist: Ohne ihn geht die Menschheit zu Grunde.

  9. Die eigene Mitte finden

    Es weniger von anderen zu verlangen als selbst besonnen sein. Die Geschehnisse in Ruhe betrachten. Die Tragweiten und Risiken absehen. Die für einen daraus abzuleitenden Lernpunkte und Konsequenzen erkennen. Immer die Mitte suchen. Sie zu finden erfordert Meditation. Erkennen, dass man einerseits ein alleine stehendes Individuum ist und andererseits immer mit allen und allem verbunden ist. Mit diesem bewussten Sein weist Dir auch Deine innere Stimme den richtigen Weg. Den Weg zu Staunen, Dankbarkeit und Vertrauen. Ein gelungenes Leben besteht immer aus einem Ausgleich zwischen Nehmen und Geben .

Wolfgang Lusak
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Hier auch noch der Link zu den ab 3.11.20 geltenden verschärften Corona-Schutzmaßnahmen