Durch laufende Diskussionen mit KMU und Menschen der Mitte entwickelt sich unser Bild von der „Schachfiguren-Gesellschaft“ ( (c) Lusak ) immer weiter. Die hier nun vorliegende letzte Fassung III. wird in Bälde auch leicht gekürzt in dem Magazin „4future.news“ der 4future.fountation zu lesen sein
DIE SCHACHFIGURENGESELLSCHAFT (III)
Die „Schachfiguren-Gesellschaft“ zerstört unsere Lebensgrundlage und die Demokratie. Wir brauchen eine neue, runde Gesellschaft der Mitte! von Wolfgang Lusak
Das Parade-Dokument der Lobby der Mitte mit seinen Kern-Aussagen über die Ursachen des Niedergangs Österreichs und Europas und die Chancen, gegenüber USA und China in Zukunft doch bestehen zu können und damit unseren Wohlstand und unsere Demokratie zu erhalten.
Das größte Problem in unserer Gesellschaft ist Extremismus und Polarisierung. Weil es in eine künstliche Spaltung zwischen Links und Rechts, Jung & Alt, Arm & Reich, Arbeitenden und Sozialhilfe-Bedürftigen schafft. Weil das letztlich nur der „unheiligen Allianz“ zwischen Monopol-Kapitalisten und Links- oder Rechts-Populisten zu Gute kommt. Weil das zu einer Gesellschaft führt, die wie eine Schachfigur aussieht, in der oben im Kopf der Rahm abgeschöpft wird, in der unten die sozial Schwachen mit „Brot & Spielen“ sowie „Teilen & Herrschen“ ruhig gestellt werden und dazwischen die am meisten zum Bruttosozialprodukt beitragende Mitte ausgepresst wird.
Diktaturen und Monopole bedrohen vermehrt die Demokratien
Die historische Kegel-förmige Gesellschaft mit Monarchen, Diktatoren und Kriegsherren an der Spitze hat Jahrtausende lang die Menschen unterworfen und geknechtet, sie besteht leider noch immer. Rund 70 % der Weltbevölkerung leben in Diktaturen, autoritäre Regime nehmen sogar in aller Welt wieder zu und bedrohen teilweise auch Europa. Russland betreibt territoriale Angriffskriege, China aggressive Wirtschaftspolitik, USA Big-Tec-Monopole und Militäraktionen für Ressourcen-Zugriffe.
In den westlichen Demokratien bilden der unternehmerischer Mittelstand und die Vollzeit arbeitende, angestellte Mittelschicht die „Mitte der Gesellschaft“, welche als „Nettozahler“ den wichtigsten Leistungsträger stellt. Sie macht als Wertegemeinschaft der Werte Leistung, Eigentum, Nachhaltigkeit und Fairness gut ein Drittel der Bevölkerung aus. Sie leidet unter Steuerungerechtigkeit, Bürokratie sowie schlechtem Zugang zu Kapital und monopolisierter Technologie. Sie erhält Staat und Gesellschaft mit Konsum, Investition, Innovation, Verantwortungsbewusstsein und ausgleichendem Verhalten. Von ihr wird zu Arm und Reich umverteilt, weil es superreiche Investoren und monopolistische Konzerne immer wieder schaffen, Steuerzahlungen zu vermeiden. Aber wenn die Mitte zu sehr belastet wird verliert sie ihre Kreativität, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Wenn sie zugrunde geht, geht auch der Staat zugrunde.
So entstand die „Schachfiguren-Gesellschaft“
Trotz gegenlautender Aussagen vieler populistischer Politiker, hat die Mitte der Gesellschaft nicht nur eine sehr schwache Interessenvertretung und Lobby, sie wird auch medial zwischen extremistischen Polarisierungen auf einen Punkt reduziert, was die unsere Existenz gefährdende „Schachfiguren-Gesellschaft“ (© Lusak) zur Folge hat: Oben den Kopf des gierigen Monopol-Kapitalismus mit seinen Handlangern und Politikern. Unten die sozial Schwachen und eine Working Poor Masse. Dazwischen die Mitte der Gesellschaft, die sich kaum mehr durchsetzen kann, weiter ausgehöhlt wird und damit den immer dünner werdenden Hals der Schachfiguren-Gesellschaft bildet.
Die „unheilige Allianz“ von Monopolismus und Links/Rechs-Populismus
Dass sich der Monopol-Kapitalismus der Superreichen und Konzerne so leicht an der Spitze der Schachfiguren-Gesellschaft halten kann, liegt an dem nicht leicht durchschaubaren Umstand, dass populistische Politik mit Kapitalismus gerne kollaboriert. Weil sie gleiche Ziele und Strategien haben, den eigenen Machterhalt und die Beherrschung der Massen, die sozial Schwachen und Working Poor. Konzerne brauchen billige Arbeitskräfte für alles, was noch nicht digitalisiert ist sowie Käufer ihrer billigen, oft auch gesundheitsgefährdenden Massenprodukte und Marken. Populistische Politik will mit ihren Gewerkschaften genau von der gleichen Zielgruppe ihre Stimme bei der Wahl. „Wer braucht da noch die Mitte?“ ist die dabei unausgesprochene und entsetzlich kurzsichtige Frage. Damit die Massen bei Wahlen bei den populistischen Parteien ihr Kreuz machen, muss permanent für halbwegs akzeptables Essen, Leben und Wohnen, sowie für ausreichend Unterhaltung gesorgt werden. Es geht um Fernsehen, Internet, Mobiles, Shows und Sport. Es geht um Videos, Alkohol, Drogen und Fußball – vieles davon in der Hand von Konzernen. Sie können situationselastisch sowohl mit Links- wie mit Rechtspopulisten kollaborieren. Mit den Linken schwören sie auf Wokeness, Antirassismus und Klimawende, mit den Rechten auf Heimat, Nationalstolz und Religion.
Tatsächlich – und wir können das längst miterleben – wird dabei das notwendige Klimaziel nicht erreicht. Die Welt wird heißer und unbewohnbarer, Inflation und Arbeitslosigkeit wächst, Kriminalität und Gewalt nicht eingedämmt, der Erstarkung autoritärer Regime immer weniger entgegengesetzt.
Die Lösung liegt in der runden Mitte
Damit die Welt überlebt, braucht es daher mehr Platz für Mitte, Balance und Ausgewogenheit. In der runden, kugelförmigen, widerstandsfähigen, krisenfesten Gesellschaft der Mitte gibt es viele Leistungsträger sowie wenige Superreiche und Armen. Entscheidend wird sein, dass nicht mehr Reichtum und Armut bekämpft, sondern die Mitte so sehr befreit und gestärkt wird, dass exorbitanter Reichtum und fürchterliche Armut nicht mehr so leicht entstehen. Um so einen stabilen Staat aufzubauen, ist zuerst einmal ein ehrliches und umfassendes Mitte-Monitoring, eine neue Kultur der Mitte in Körper, Geist, Seele und Gesellschaft, eine Demokratiereform mit einer echten Repräsentanz der Mitte in einem schlanken, sparsamen Staat aufzubauen. Dann sind noch gerechte Rahmenbedingungen für KMU und Mittelschicht und vor allem Unterstützung bei deren Entwicklung von Innovationen für globale Wettbewerbsfähigkeit und neue Einkommensmöglichkeiten zu erreichen. Nur wenn es der Mitte gut geht, geht es uns allen gut.
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Mag. Wolfgang Lusak ist Obmann der unabhängigen „Lobby der Mitte“ und Lobby-Coach für Innovationsprojekte. In seiner Erzählung „Mein Herz schlägt in der Mitte“ legt er ein Fünf-Punkte-Programm für die „Gesellschaft der Mitte“ vor
www.lusak.at www.lobbydermitte.at www.herzindermitte.at
Anmerkung:
Werner Illsinger von 4future.foundation und Wolfgang Lusak habe in den letzten Monaten viel darüber nachgedacht, wie mit den Potentialen der 4future.foundation und der Lobby der Mitte gemeinsame Projekte generiert werden, die fürdie Zukunft Österreichs und Europas sowie die Resilienz unserer Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie einen Beitrag leisten können. Wen das interessiert, bitte melden!
- Forderungskatalog: Das 7 Punkte Manifest der Mitte
- Erkenntnis: MITTE ist der SCHLÜSSEL
- Die 5 Programmpunkte-Vision der „Runden Gesellschaft der Mitte“ (Ausschnitt aus dem neuen Lusak-Buch „Mein Herz schlägt in der Mitte“)
- Kommentar „Merkt das denn wirklich keiner? MITTE ODER AUS!“
- Artikel OHNE MITTE STIRBT EUROPA
- Das Präsentations-PDF von der Lusak-Vorlesung beim Weltkongress der Psychotherapie im Juli 2025 an der SFU in Wien: DIE SCHACHFIGUREN-GESELLSCHAFT – Polarisierung zerstört, Mitte schafft Zukunft„