Lusak-Kommentar August 2025 über die Notwendigkeit „jetzt endlich“ eine Politik für die Mitte der Gesellschaft zu machen.
- Jetzt auch als ganzseitiger Gastkommentar in den WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN zu lesen
- Jetzt auch im neuen Online-Magazin LIBRATUS veröffentlicht
Wenn der Mitte das Blut aus den Adern gepresst wird
Warum wir bald fremdbestimmte Zombies sein könnten
Auch wenn die KI-Industrie Fortschritte macht und weltweit neue Groß-Investments im Rahmen waghalsiger Zoll-Regelungen getätigt werden, auch wenn wir immer neue Gelegenheiten nützen, den Armen und Bedürftigen zu helfen: Wenn dabei weiterhin der Mitte der Gesellschaft mittels Steuern, Umverteilung und Benachteiligung „das Blut aus den Adern gepresst wird“, dann zerstören wir die Basis, das Herz, das Rückgrat sowie das Leistungs- und Innovationszentrum der westlichen Gesellschaft und der demokratischen Staaten.
Was gerade in Österreich, Deutschland und anderen europäischen Staaten passiert ist nichts anderes als die verzweifelte Wiederholung einer unergiebigen Zusammenarbeit zwischen ultra-sozialistischen und ultra-konservativ-kapitalistischen Fraktionen. Im Fall Österreichs unter Beimengung einer wohlmeinenden aber zu sehr im statt am System arbeitenden liberalen Partei.
Schluss mit der Umverteilung von Mitte zu Arm und Reich
Weil alle linkspopulistischen Eingriffe in die Wirtschaft wie Preis- und Mietdeckel, weil alle von Gewerkschaften erzwungenen Lohnerhöhungen, alle Versorgung von sozial Schwachen mit Mindestsicherungen, Arbeitslosen-Unterstützung, weil Steuervorteile für Teilzeit-Tätige und Pensionsauszahlungen für zu früh und mit wenig Einzahlungen in Rente Gegangenen nur dazu führen, dass es eine Umverteilung von Mitte zu Arm (weil die kaum Geld haben) und von Mitte zu Reich (weil die kaum Steuern zahlen) gibt.
Weil alle konservativen, teilweise rechtspopulistischen aber vom Diktat der kapitalistisch-monopolistischen Globalwirtschaft gegängelten Parteien die Dominanz der Daten-, Pharma-, Marken- und Finanzkonzerne etc. nicht einschränken sondern noch verstärken: Mit Steuerprivilegien, bürokratischen Bevorzugungen sowie besserem Zugang zu Kapital und Personal. Dabei Menschen unterwerfende KI und Algorithmen erlaubend.
Minderheitspolitik führt zu sinkender Wählerschaft
Beide, linkspopulistische wie konservativ-rechtspopulistische Regierungen oder Koalitionen gehen die Probleme der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Demokratien nicht richtig an. Sie steigern weiter überdimensionierte Beamtenapparate und Staatsbudgets, unfaire Fördersümpfe sowie den Ausverkauf Europas an China, USA und Ölländer. Sie packen die fehlenden Strukturreformen (in Föderalismus, Pensionen, leistungsfreundlicher Besteuerung etc.) nicht an, sondern erhöhen nur weiter die Staatsverschuldungen, sie bedienen nur weiter ihre alte, anzahlmäßig permanent sinkende Wählerschaft in der Hoffnung irgendwie „an der Macht“ zu bleiben. Wer aber ständig Minderheiten bedient, wird letztlich selbst zu einer solchen.
Das Resultat sind leere Geschäfte in Orts- und Stadtzentren, Pleiten und Geschäftsschließungen im unternehmerischen Mittelstand, sind Familien der angestellten Mittelschicht in denen beide Eltern arbeiten, die sich aber durch die Steuerlast keine Existenz mehr aufbauen können. Wir haben jetzt eine inkonsequente Migrationspolitik, Dominanz von billigen Online-Importen, die anderswo Arbeitsplätze schaffen sowie – am schlimmsten – eine sinkende Motivation und Leistungsbereitschaft dort, wo noch eine große Bevölkerungsgruppe mit guter Ausbildung, Verantwortungsbewusstsein, Ideen, Mut und Zukunftsorientierung besteht: In der Mitte.
Wenn wir dieser Mitte (36% der Bevölkerung bekennen sich zur Wertegemeinschaft Mittelstand) im wahrsten Sinn des Wortes das „Blut aus den Adern“ pressen, also den Ast absägen auf dem wir alle sitzen, dann haben wir in Kürze auch eine blutleere Gesamtgesellschaft und eine Demokratie, die dann von Unternehmen aus autoritären Staaten dominiert wird. Eine Demokratie, die dann ihrem Namen nicht mehr gerecht wird. Ein Europa, in dem die sozial Schwachen total abgehängt werden und die Mitte tot ist. Mit „fremdbestimmten Zombies“ als Bevölkerung. Nur mehr 4% der Österreicher glauben, dass die Mitte eine Lobby oder Interessenvertretung hat, 34% sehen in keiner der Nationalratsparteien eine Mitte-Partei. Alles klar? Tun wir, was getan werden muss.
Wolfgang Lusak
(Umfrageergebnisse des Lobby der Mitte-Mittelstandsbarometers 2024, in dem eine seit 2008 erfolgte Abnahme des politischen Einflusses der Mitte nachgewiesen ist; Basis der Lusak-These von der von ihm so genannten „Schachfiguren-Gesellschaft“ )
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Mag. Wolfgang Lusak ist Obmann der unabhängigen „Lobby der Mitte“. Kürzlich veröffentlichte er seine Erzählung „Mein Herz schlägt in der Mitte“ in dem er ein Fünf-Punkte-Programm für die „Gesellschaft der Mitte“ vorlegt.
Schulgasse 18, 1180 Wien, office@lusak.at, Tel 01 315 45 36, www.lobbydermitte.at www.lusak.at
Dazu passende Artikel:
- Artikel „Kampf der SCHACHFIGUREN-GESELLSCHAFT“
- Das Präsentations-PDF von der Lusak-Vorlesung beim Weltkongress der Psychotherapie im Juli 2025 an der SFU in Wien: DIE SCHACHFIGUREN-GESELLSCHAFT – Polarisierung zerstört, Mitte schafft Zukunft„
- Kommentar „Merkt das denn wirklich keiner? MITTE ODER AUS!“
- Artikel OHNE MITTE STIRBT EUROPA
- Die 5 Programmpunkte-Vision der „Runden Gesellschaft der Mitte“ (Ausschnitt aus dem neuen Lusak-Buch „Mein Herz schlägt in der Mitte“)