Über die Instrumentierung der Kunst durch extreme Ideologien

Neuer Lusak-Kurz-Kommentar zu der aus Sicht der Lobby der Mitte zunehmend ideologischen Zweckgebundenheit vieler aktueller künstlerischer Werke und Botschaften

Der Kunst ihre Freiheit: Sie sollte sich ihrer Instrumentierung durch extreme Ideologien entledigen

Wenn in der Kirche San Lorenzo in Rom ein Engel von Bruno Valentinetti so gemalt wird, dass er Giorgia Meloni ähnlich sieht. Wenn bei der Grammy-Gala der Rapper Bad Bunny „ICE raus“ verlangt. Wenn ein Eurovision Song Contest-Sieger zum Ausschluss eines Landes aufruft …

… dann sei den Künstlern, die sich so politisch äußern gesagt, dass sie damit eine wichtige und von hervorragenden Künstlern geschaffene Regel und Selbstverpflichtung brechen.

„l’art pour l’art“

Im 19. Jahrhundert begann sich nämlich die Kunst mehr und mehr von Auftraggebern – damals oft aus Adel & Religion – zu lösen. Die damalige Redewendung bzw. der Leitgedanke „l’art pour l’art“ (sinngemäß: „Kunst um der Kunst willen“) forderte die Emanzipation der Kunst von ihrer Zweckgebundenheit. Ähnlich formulierte die Wiener Sezession ihren Wahlspruch „Der Kunst ihre Freiheit“.

Dieses Kunstverständnisses sollten wir uns auch heute bewusst sein. Denn auch die Abhängigkeit von politischen Bewegungen ist eine Einschränkung, eine Unfreiheit, ein Weg zur zweckgebundenen Kunst. Und damit auch ein Beitrag zu Spaltung, Polarisierung, Hetze und Zerstörung der Mitte.

Die LdM verurteilt grundsätzlich keine Protestsongs, Bühnenstücke, Aktionen und Aussagen gegen politische oder gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Wenn diese aber in der Mehrheitsgesellschaft und vor allem in der vernünftigen Mitte der Gesellschaft keine Akzeptanz mehr finden, weil sie sich zu unausgewogen und polarisierend nur auf eine Seite des möglichen Meinungsspektrums, auf eine extremistische Seite, schlagen, dann hat die Kunst ihre Unschuld, Unabhängigkeit und Freiheit verloren.
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Wenn die Kunst ihre Freiheit aufgibt, dann wird sie zum Sprachrohr von Blasen und Zerstörer der Mitte
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Viele Künstler haben nicht bemerkt, dass die sozialdemokratischen, sozialistischen und links-populistischen Parteien und Haltungen längst die meisten Ihrer Ziele erreicht haben und jetzt mangels langfristiger Strategien versuchen zu Lasten der Mitte der Gesellschaft eine scheinbare moralische Meinungshoheit aufrecht zu erhalten, die für die Existenz der demokratischen westlichen Welt zerstörerisch wirkt. Weil sie die mittelständische Wirtschaft und die Mitte ausbeutet und ruiniert. Weil diese Mitte mit ihren essentiellen staatstragenden Leistungen, Steuerzahlungen, Investments, Innovationen und ausgleichenden Qualitäten immer weniger in der Lage ist, die ständig steigenden Sozial- und Staatskosten zu bezahlen. Weil machtbesessene Kriegstreiber, monopolistische Konzernbosse und autoritär orientierte Investoren die europäischen Demokratien längst von außen und von innen her angreifen und diese zu übernehmen trachten.
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Die Kunst sollte sich dringend von ihrer aktuellen Zweckgebundenheit und Instrumentierung durch extreme Ideologien emanzipieren. Die Kunst braucht eine neue Emanzipation um ihren wesentlichen Werten treu zu bleiben. Um die Welt wieder runder statt spitziger zu machen.
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Mag. Wolfgang Lusak ist Obmann der unabhängigen „Lobby der Mitte“ und  Lobby-Coach für Innovationsprojekte. Kürzlich veröffentlichte er seine Erzählung „Mein Herz schlägt in der Mitte“ www.herzindermitte.at  in der er ein Fünf Punkte-Programm für die „Gesellschaft der Mitte“ vorlegt.

Schulgasse 18, 1180 Wien,  office@lusak.at, Tel 01 315 45 36, www.lobbydermitte.at  www.lusak.at 

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