Wo ist die KMU/MITTELSTAND-STRATEGIE 2035?

Wenn man die letzten großen Reden vom Deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und vom österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker vergleicht, dann wird einem einiges klar. Foto Merz: (c) Bundesregierung/Xander Heinl; Foto Stocker: (c) Fotoservice BKA

Wo ist die KMU/MITTELSTAND-STRATEGIE 2035 für Österreich?

Friedrich Merz hat beim CDU-Parteitag am 20.2.26 gesagt „Die schwarz-rote Regierung hat einiges an Reformen auf den Weg gebracht … und doch wissen wir: Das reicht noch nicht. Deswegen werden wir die 2. Stufe zünden und Reformen machen für Industrie, Mittelstand und Handwerk. Die entscheidende Frage sei nicht, ob wir unsere Wirtschaft verändern, sondern wie schnell wir unsere Wirtschaft verändern“.

Christian Stocker hat in seiner Rede zur Lage der Nation am 30.1.26 zum „Jahr des Aufschwungs“ aufgerufen. Die Priorität läge nun auf Wachstum. Er kündigte steuerliche Impulse an, um Kaufkraft zu stärken und Investitionsanreize für Unternehmen zu setzen. Er forderte „Neuindustrialisierung“ statt Deindustrialisierung. Ein zentraler Pfeiler seiner Strategie sei die „Industriestrategie 2035“, welche die Industrie bis 2035 wieder auf über 20 % vom BIP zu bringen sollte. Für Mittelstand und KMU will Stocker Bürokratieabbau und Rechtssicherheit durch Deregulierung: Das Ziel ist eine Reduktion der regulatorischen Vorgaben um 25 %, eine Ausbildungsoffensive und Anreize für längeres Arbeiten im Alter. Die „arbeitende Mitte“ stünde im Zentrum, Leistung müsse sich wieder lohnen.

Klingt nicht gar so unterschiedlich. Aber: Merz hat den Mut zu sagen, dass bisherige Maßnahmen „noch nicht reichen“. Und er nennt Industrie, Mittelstand und Handwerk in einem Atemzug, im klaren Zusammenhang, legt mehr Gewicht auf KMU.

  • In Österreich soll der Anteil der Industrie (von jetzt 17%) wieder auf „über 20% erhöht werden.
  • Und was ist mit den 83%, die von EPU, KMU und Freiberuflern erwirtschaftet werden?
  • Was ist mit der Mitte, die mehr als alle anderen für Innovation, Arbeitsplätze, Investment, Konsum, Balance und Regionalität sorgt?
  • Wo die Konzepte zur Beendung der seit Jahrzehnten laufenden Benachteiligungen der Mitte durch Steuerungleichheit gegenüber Konzernen und Superreichen, durch schlechteren Zugang zu Kapital und Personal?
  • Wo die versprochene spürbare Reduktion der Bürokratie, wenn laufend neue Regulierungen kommen?
  • Wo ist die Kraft die Lohnnebenkosten wirklich zu senken?
  • Wo ist die KMU/MITTELSTAND-STRATEGIE 2035?

Hier geht es zur aktuellen Konzeption MITTE ist der SCHLÜSSEL

P.S.: Ich schreibe meine Kommentare aus Sicht der Mitte, die immer versucht eine Balance zwischen Links und Rechts, Arm und Reich, Jung und Alt zu halten.

P.P.S.: Aus diesem 2021 von Lobby der Mitte & Friends vorgelegten Mittelstands-Paket könnte sich die Regierung immer noch einiges „abschneiden“

Mag. Wolfgang Lusak ist Obmann der unabhängigen „Lobby der Mitte“ und Lobby-Coach für Innovationsprojekte. In seiner Erzählung „Mein Herz schlägt in der Mitte“ www.herzindermitte.at  legt er ein Fünf-Punkte-Programm für die „Gesellschaft der Mitte“ vor

 

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