WENN EINE GUTE FREUNDIN PLÖTZLICH IM ZENTRUM DER ÖSTERREICHISCHEN WIRTSCHAFTSPOLITIK STEHT

Wir kennen uns seit rund zwanzig Jahren, haben bezüglich Wirtschaftspolitik und Mittelstand viel zusammengearbeitet, sind auch privat befreundet: Und auf einmal ist Margarete Kriz-Zwittkovits zur Präsidentin der größten Bundesländer-Wirtschaftskammer Österreichs aufgestiegen und damit auch an die Spitze  des Wirtschaftsbundes Wien.

WENN EINE GUTE FREUNDIN PLÖTZLICH IM ZENTRUM DER ÖSTERREICHISCHEN WIRTSCHAFTSPOLITIK STEHT

A. In ihrer ersten Presseaussendung hat sie für die Amtszeit folgende Ziele  und auch einen strategischen Fokus formuliert:

  • Vertrauen zurückgewinnen: Als primäre Aufgabe sieht sie, „möglichst rasch einen Neubeginn zu organisieren und das verlorene Vertrauen wiederherzustellen“. Sie kündigte an, dafür in den darauffolgenden Wochen viele Gespräche führen zu wollen.
  • Service auf ein neues Level heben: Inhaltlich will Kriz-Zwittkovits die Kammer noch näher an die Mitglieder bringen. Geplante zukunftsweisende Projekte der Mitarbeiter sollen das Serviceangebot der Wirtschaftskammer Wien deutlich aufwerten.
  • Traditionelle Schwerpunkte: Sie unterstrich ihr fortlaufendes Engagement für die Werte des Unternehmertums, die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft sowie die gezielte Förderung der Lehrlingsausbildung.

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B. Meine erste spontane Reaktion auf ihre neue Position und Verantwortung war, dass:

a) Ich und viele aus dem Kreis der Lobby der Mitte Margarete Kriz-Zwittkovits ganz  ganz herzlich gratulieren

b) Der Anstand, Hausverstand und Fleiß sowie die Treue zum Mittelstand und zum Bestand der Mitte von Margarete Kriz-Zwittkovits jetzt gerechterweise belohnt wurden

c) Margarete Kriz-Zwittkovits als Unternehmerin (Kosmetikerin, Händlerin, Immobilien-Entwicklerin und -Managerin) die richtigen Dinge gemacht hat und als Politikerin die Dinge richtig macht, Bravo!

d) Für die Wirtschaft und die Mitte der Gesellschaft der Erfolg von Margarete Kriz-Zwittkovits auch ihr Erfolg bringen wird! 

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C. Der unternehmerische Mittelstand und die von ihr und mir 2013 gegründete Plattform „Lobby der Mitte“ sind daher sehr gespannt darauf,

a) wie Margarete Kriz-Zwittkovits die notwendigen Reformen in Ihrem Bereich (Wirtschaftskammer, Wirtschaftsbund, Wiener Wirtschaft) angehen wird, um verloren gegangenes Vertrauen der Mitglieds-Betriebe wiederzugewinnen

b) ob Margarete Kriz-Zwittkovits von ihrer Position aus auch daran arbeiten wird, dem geringen und sinkenden Vertrauen der Wähler in die von der ÖVP angeführten österreichischen Bundesregierung entgegenzutreten. Ursachen dafür sind

  • nicht nur die schlechte wirtschaftliche Lage und die Inflation, sondern auch das Gefühl einer mangelnden politischen Interessenvertretung,
  • das generelle Gefühl, dass in Österreich ein sehr großer Apparat (Staat, Ministerien, Beamte, Kammern, Vorfeldorganisationen, etc.), mehr am Erhalt ihrer Strukturen und Interessen als an der Erfüllung des Wählerwillens arbeiten
  • dass vitale Strukturreformen ( in den Bereichen zu hohe Staatskosten, Steuergerechtigkeit, Bürokratieabbau, Föderalismus, Bildung, Pensionsalteranhebung, etc.) eher verschoben als wirklich angegangen werden

c) ob die seit 2008 von Lobby der Mitte mit GALLUP durchgeführten und repräsentativen  „Mittelstandsbarometer“-Umfrage-Ergebnisse seitens der Politik endlich ernst genommen werden. Sie ergaben unter anderem, dass sich 36% der Bevölkerung der Wertegemeinschaft Mittelstand mit den Werten Leistung, Eigentum, Nachhaltigkeit und Fairness zugehörig fühlt, dass 34% der Bevölkerung in KEINER der NR-Parteien eine Mitte/Mittelstandspartei sehen. Was für ein generelles Wählerpotential, was für eine wichtige WK-Zielgruppe.

c) ob Margarete Kriz-Zwittkovits dem Thema der seit Jahrzehnten bestehenden Umverteilung von Mitte zu Arm (OK solange die Mitte dabei überleben kann) und zu Reich (nicht OK, wenn Mega-Datenkonzerne, Superreiche und Global-Finanz verhältnismäßig geringe Steuern zahlen und damit Mitte zerstören) Aufmerksamkeit widmen wird. Ein Thema, das wir von der Lobby der Mitte als die Hauptursache für den Abstieg und die Nicht-mehr-Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft im internationalen Vergleich ansehen. Lesenswert dazu: Warum die Politik die Wirtschaft nicht mehr erreicht.

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D. Was mir bei den ersten öffentlichen Aussagen von Margarete Kriz-Zwittkovits besonders gefallen hat

„Ich habe keinen Weinkeller, sondern offene Türen für die Unternehmerinnen und Unternehmer dieser Stadt. Jetzt kommt es zu einem Neuanfang.“ Damit beginnt sie sich von ihrem Ex-Chef Walter Ruck elegant zu distanzieren und zu emanzipieren

Die nächsten Wochen werde ich viele Gespräche führen, um möglichst rasch verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und ein neues Kapitel in der Geschichte der Wirtschaftskammer Wien aufzuschlagen.“ Sie ist sich der Schwere Ihrer Aufgabe bewusst und startet mutig in die Welt einer von ihr zu reformierenden WK Wien und Wirtschaftskammer Österreich. Sie wir dabei vermutlich in WK-Präsidentin Martha Schulz eine kongeniale Partnerin finden.“

Mein Tipp: Mitte und Mittelstand bei allen Entscheidungen immer mitdenken. Dann wird es mit der österreichischen Wirtschaft sowie der Zustimmung der Wirtschaft für ihre Kammer und der Zustimmung der österr. Bevölkerung für ihre Regierung wieder bergauf gehen.

Unten gibt es jede Menge Links zu den neuesten Ideen und Konzepten der Lobby der Mitte.

Wolfgang Lusak

P.S.: Ich bin dankbar für jede Art von Richtigstellung, Ausbesserung oder Ergänzung zu den LdM-Wünschen und Forderungen. Die Mitte bittet um Dialog.

 

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Mag. Wolfgang Lusak ist Obmann der unabhängigen „Lobby der Mitte“ und Lobby-Coach für Innovationsprojekte. In seiner Erzählung „Mein Herz schlägt in der Mitte“ legt er ein Fünf-Punkte-Programm für die „Gesellschaft der Mitte“ vor

www.lusak.at  www.lobbydermitte.at  www.herzindermitte.at