Studien

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Das österreichische Mittelstandsbarometer 2018: DER UNSICHTBARE RIESE ERWACHT: Mittelstand will sich gegen Zerstörung wehren. 

Die Ergebnisse der repräsentativen Mittelstands-Barometer Umfrage 2018 (Gallup-Bevölkerungs-Befragung n=1000 & Online-KMU-Befragung n=150): Link zu allen Ergebnis-Grafiken. Link zur Studien-Zusammenfassung Link zur PK-Bildergalerie Summary: * Unternehmerischer Mittelstand sind ½ Mio Menschen, die Wertegemeinschaft Mittelstand umfasst 1/3 der Bevölkerung (fast 3 Mio), 85% sehen ihn als wichtig. * Mittelstand ist der „bringt Österreich voran“-Nr.1 Vertrauensträger für Bevölkerung - vor Regierung, Konzernen und Finanzwirtschaft. Mittelstand sieht sich aber selbst als zu wenig durchsetzungsfähig, als zu schwache Lobby und wird auch von der Bevölkerung so gesehen. * ÖVP ist die Nr. 1 Partei für den Mittelstand, NEOS überraschend an 2. Stelle; alle Parteien schöpfen Mittelstands-Wähler-Potential nicht aus; auch bei den Mittelstands-Interessenvertretungen gibt es Überraschungen. * Das Nicht-Streiten in der Regierung als wichtigste „Rahmenbedingung“ für den Mittelstand – aber 2 Punkte werden bemängelt.   Der Vorstand der Mittelstands-Plattform „Lobby der Mitte“ (LdM) präsentierte die Ergebnisse der 8. Welle der repräsentativen Gallup-„Mittelstands-Barometer“-Bevölkerungs-Umfrage (1000 Befragte) und einer Mittelstands-Online-Befragung (150). den Tenor der Befragungs-Ergebnisse beschreibet Studien-Begründer Wolfgang Lusak: "Trotz Mittelstands-freundlicherer Regierung sitzt der Groll im kleinen und mittleren Unternehmertum durch jahrzehntelange Benachteiligungen tief. Er verlangt weiteren Bürokratie-Abbau, Steuer-Gerechtigkeit sowie mehr Wertschätzung und Durchsetzungs-Unterstützung." Laut Lobby der Mitte-Vorstand besteht der unternehmerische Mittelstand aus ca. 1/2 Mio Menschen. Der Wertegemeinschaft Mittelstand der Werte Leistung, Eigentum, Nachhaltigkeit und Fairness fühlen sich laut Befragung 33% der Österreicher, also fast 3 Mio zugehörig. 85% sehen ihn als wichtig an. Wichtigste Erkenntnis: "Der Mittelstand ist für 50% der Bevölkerung der „bringt Österreich voran“-Vertrauensträger Nr.1, deutlich und zunehmend vor Regierung (34%), Konzernen (26%) und Finanzwirtschaft. Gleichzeitig wird er aber als schwache Lobby angesehen." Haupt-Profiteure des Lobbyings sind, so die Studie, die Politik (70%), Konzerne (67%) und globale Finanzwirtschaft (50%).      

Das österreichische Lobbying-Barometer 2018:

Neue Studie zeigt zu großes Unwissen und zu viel Ignoranz für Lobbying. Machen wir endlich Schluss mit der Packelei der Lobbyisten und ermächtigen wir den Mittelstand dazu mit sauberem Lobbying zum Erfolg für ihn und uns alle zu kommen! Nur 60% der Österreicher kennen Lobbying, von diesen sehen ein Drittel Lobbying undifferenziert kritisch. Die Wirtschaftstreibenden kennen praktisch alle Lobbying und sehen es deutlich konstruktiver. Allerdings ist die „Lobbying-Kraft“ der mittelständischen Betriebe im Vergleich zu Politik, Konzernen und Globalfinanz ziemlich gering. Laut einer von Wolfgang Lusak gestarteten und jetzt von der Plattform „Lobby der Mitte“ veröffentlichten 8. Welle einer GALLUP-Umfrage ist der Begriff Lobbying trotz der in den letzten Jahren bekannt gewordenen Skandale und Gerichtsfälle rund um prominente Lobbyisten ca. 40% der Österreicher unbekannt. Und das seit 8 Jahren konstant. Als nachvollziehbar bezeichnet Lusak das Detail-Ergebnis, dass Lobbying bei Männern, Selbständigen, Berufstätigen und höheren Einkommen mehr bekannt ist. Als bedenklich wertete er, dass Junge den Begriff weniger kennen als Ältere, denn diesen ist zu 48% Lobbying unbekannt. Kein gutes Zeichen für das Demokratie-Verständnis und den politischen Durchblick „Wenn einem so großen Anteil der Bevölkerung und insbesondere dem Nachwuchs bzw. den Jungen ein so wichtiges Instrument der Politik und Wirtschaft wie Lobbying unbekannt ist, dann ist das kein gutes Zeichen für das Demokratie-Verständnis und den politischen Durchblick ganz zu schweigen vom Anwendungs-Potential der Menschen“, meint Wolfgang Lusak. Aber er freut sich, „dass demgegenüber die Selbständigen und Angehörigen des Mittelstandes höchstes Verständnis und dabei auch eine überwiegend konstruktive Einstellung zu Lobbying haben.“ Aus der Studie geht bei der Frage nach spontanen Assoziationen zum Begriff Lobbying hervor, dass Lobbying von der Bevölkerung als sehr Politik- und Wirtschafts- bzw. Industrie-lastig empfunden wird. Ein Drittel der Menschen haben negative Assoziationen wie Bestechung, sich Vorteile verschaffen, Freunderl-Wirtschaft, Macht, High Society etc. Im Wesentlichen zeigen sich ähnliche Schwerpunkte bei den Reaktionen wie in den vorangegangenen acht Umfragen. Die Selbständigen bzw. der Mittelstand sind klar die Lobbying-affinste Gruppe, was auch eine parallel durchgeführte Online-Befragung bestätigte: 80% dieser Gruppe haben neutrale bis positive Assoziationen – „sinnvolles Informieren“, „notwendiges Netzwerken“, „gemeinsames Argumentieren“ – zum Lobbying-Begriff. Über die letzten 10 Jahre ist das auch steigend. Nur 15% brachten kritische Untertöne in ihre Assoziationen ein. Top-Influencern und Global-Lobbyisten nicht das Feld überlassen Allerdings zeigen die Umfrageergebnisse auch, dass die Politik (70%), Konzerne (67%) und globale Finanzwirtschaft (50%) für die Hauptprofiteure des Lobbyings gehalten werden. Nur 30% der Österreicher sehen den unternehmerischen Mittelstand als Lobbying-Nutznießer, also als ziemlich machtlos an. Lusak: „Der Mittelstand erwacht bezüglich Lobbying erst, er erkennt jetzt wie wichtig dieses Instrument für die Durchsetzung seiner Ideen, Innovationen und Exporte ist, hat aber noch enorm viel Rückstand bezüglich Know How, Strukturen und eigenem Netzwerk-Aufbau. Ich sage Schluss mit der Packelei weniger Top-Influencer und Global-Lobbyisten und her mit der Ermächtigung des Mittelstands zu einem fairen aber erfolgreichen Lobbying!“ LINK zu den gesamten LOBBYING-BAROMETER-Umfrageergebnissen