Lalouschek: Gesund bleiben trotz Pandemie und Wirtschaftskrise

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Lalouschek: Gesund bleiben trotz Pandemie und Wirtschaftskrise

Wenn Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Europaweit bekannter Facharzt für Neurologie, Ganzheitsmediziner und Unternehmer erklärt, was man alles für die Stärkung seiner Immunkräfte und Gesamtkonstitution tun kann und wie man die „Big Five“ des psychischen Schreckens vermeidet, dann hören alle zu. Zweimal schon war ich bei einem seiner Vorträge,  jedes Mal waren alle zutiefst fasziniert. Ich bin daher stolz darauf, ihn exklusiv für eine 3-teilige Gesundheits-Serie für unseren Lobby der Mitte-Blog gewonnen zu haben und kann nur jeder/jedem empfehlen, sich seine absolut bemerkenswerten Tipps fürs “Gesund bleiben” anzusehen. WIR KÖNNEN ALLE DAVON LERNEN.

Univ.-Prof. Lalouschek ist der medizinischer Leiter des Gesundheitszentrums The Tree, Geschäftsführer bei The Tree ConsultingLeiter des Beratungsinstituts Medical Coaching und Entwickler des erfolgreichen Gesundheits-Programms “MY 21” – zukunftsfähig in 21 TagenVor 2 Jahren gab er uns auch schon sein “ERFOLGSGEHEIMNIS-INTERVIEW” als Unternehmer.

Gesund bleiben trotz Pandemie und Wirtschaftskrise

Die persönlichen Tipps vom Neurologen und Ganzheitsmediziner
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek (Teil 1)

Die ganze Welt ist krank – wie können wir selbst da noch gesund bleiben, könnte man sich fragen. Tatsächlich haben wir es mit einer ansteckenden Krankheit zu tun. Der Krankheit von Entmutigung, Angst, Aufregung, Nicht-zur-Ruhe kommen, Aggression und Hoffnungslosigkeit. Ach ja, und ein Virus haben wir auch noch. In Österreich sind bisher 480.000 Menschen von dem Coronavirus betroffen gewesen. Aber 8,8 Millionen Menschen sind infiziert von dem Virus ihrer Psyche.

Wie kann es kommen, dass ganze Länder – reiche Länder wie Österreich – wie gelähmt sind angesichts einer solchen Situation?

Dazu müssen wir uns ansehen, auf welchem Nährboden all dies stattgefunden hat. Und ein bedeutsamer Teil dieses Nährbodens liegt in unserer Psyche. Denn lange bevor das Coronavirus auf der Bildfläche erschienen ist, ist die Rate der Krankenstandstage und vorzeitiger Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen fast ebenso exponentiell angestiegen, wie die Zahl der Coronainfizierten in den Hochphasen der Pandemie. Nicht nur in Österreich, sondern in allen industrialisierten Ländern. Jeden Tag erblicken 300.000 Babys das Licht dieser Welt mit einem lauten JA zum Leben, doch die Weltgesundheitsorganisation sagt voraus, dass 2030 Depression weltweit die größte Krankheitslast mit sich bringen wird. Depression, Burnout, Angststörungen – das ist die wahre Pandemie. Soweit die Diagnose – doch was ist die Therapie? Die Therapie liegt weniger in der Verschreibung von Antidepressiva (deren Verschreibungen ebenso stark gestiegen sind) sondern vielmehr in der Feststellung und Bekämpfung der wahren Ursachen. Dazu müssen wir verstehen, was in unserem Gehirn vorgeht. Und zwar vor allem dann, wenn wir im Normalmodus der „zivilisierten“ Welt unterwegs sind – in ständiger Erreichbarkeit, Ablenkung, Multitasking. Denn dies mag wirken wie die große Freiheit und der Gipfel der Leistungsfähigkeit. Doch nur an der Oberfläche, denn in Wahrheit passiert etwas völlig anderes. Man könnte sagen die „Big Five“ des psychischen Schreckens:

  1. Wenn wir Mehreres gleichzeitig machen, beginnt unser Gehirn blitzschnell herumzuschalten, da die bewusste Aufmerksamkeit nur bei einer Sache sein kann. Was wir als Multitasking bezeichnen ist in Wahrheit blitzschnelles serielles Umschalten – mit massiven Konsequenzen auf unsere geistige Leistungsfähigkeit: 40% weniger Arbeitsspeicher (dies ist die Menge an Information, die wir proSekunde verarbeiten können und liegt bei etwa 40 Bit/Sekunde) und 15% weniger Intelligenzquotient allein durch die Anwesenheit unseres Smartphones mit uns im gleichen Raum – ohne dass es läutet oder piepst!
  2. Während des Umschaltens zwischen zwei Aufgaben ist unser Arbeitsspeicher für ganz kurze Zeit leer – Aufgabe A ist nicht mehr im Speicher, Aufgabe B noch nicht. Wir merken dies nicht bewusst, aber unser Unterbewusstein nutzt es sofort…um uns alle unangenehmen Erinnerungen -unerledigte Dinge, Sorgen, alte und neue Ängste, Konflikte etc. – in unseren Arbeitsspeicher hochzuladen. Wozu ist das von der Natur so konstruiert worden? Nun, unser Gehirn musste sich vor Jahrmillionen in einer lebensgefährlichen Umwelt bewähren und hier waren unangenehme Erinnerungen oft lebensgefährliche Dinge. Diese bekamen daher in unserem Gehirn Priorität vor den angenehmen Erinnerungen und zwar auch bei gesunden Menschen. Bei Multitasking heißt das: während ich von A nach B umschalte, fallen mir schon einige andere Dinge ein, die ich tun müsste, ich beginne weiter umzuschalten und lande in einem geistigen Karussell, in dem ich nicht mehr GestalterIn meines Tages bin sondern mich getrieben fühle. Und in dem ich eine Fähigkeit verliere, die für gelingendes Arbeiten zentral ist: Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden – gefühlt ist nun Alles wichtig und dringend.
  3. Nun neige ich dazu Vieles anzufangen aber nur Wenig fertig zu machen – Patchworkarbeiten. Doch damit raube ich meinem Gehirn die Erfolgserlebnisse – dies sind nämlich Ereignisse die (1) ein Ziel hatten, für das wir uns (2) bemüht haben und bei dem wir (3) die Zielerreichung unmittelbar sehen und erleben. Das ist der Glückskreislauf, in dem unser Gehirn mit dem Glückshormon Dopamin belohnt wird. Die Dinge müssen sich durch unser Bemühen vor unseren Augen verändern. Doch im Multitasking-Karussell kommt dies kaum mehr vor – am Abend bin ich müde und weiß nicht, wofür ich meine Energie eigentlich ver(sch)wendet habe. Nun brauche ich eine Ersatzbefriedigung – Konsum, Alkohol, Süßes usw.
  4. Auch in Ruhe habe ich nun keine Ruhe mehr im Kopf – denn das sogenannte Leerlaufnetzwerk, welches das Gehirn in Ruhe stabilisiert wird instabil und anfällig für störende Gedanken. Ich kann nicht mehr abschalten, Nichtstun wird zum unangenehmen Zustand, ich kann nicht mehr Ein,-oder Durchschlafen. Doch ohne Regeneration keine Leistung, wie jeder Sportler weiß. Am nächsten Tag brauche ich viel Koffein und bin weniger leistungsfähig.
  5. Als wäre das noch nicht genug! Doch auf einer übergeordneten Ebene kommt es nun zu einem psychisch tödlichen Grundgefühl: ich bin nur mehr Passagier im eigenen Leben. Die scheinbare Freiheit wird zum wahren Gefängnis. Doch genau dieses Gefühl – eine Situation nicht mehr selbst beeinflussen zu können – ist die am stärksten psychisch und körperlich krankmachende Situation und führt zur Ausschüttung schädlicher Stresshormone mit wochenlang anhaltender Wirkung. Eine Neigung zu Depression, Angst und Schlafstörungen paart sich mit körperlichen Gefährdungen – hoher Blutdruck, Magen-Darm-Beschwerden, Hautprobleme, Schmerzen und Verlust meiner Lust und vieles mehr, je nachdem, wo ich anfällig bin.

Genau das ist der oben gesuchte Nährboden. Denn in diesem Zustand wird alles zur Katastrophe, wir verlieren unsere Handlungsfähigkeit und Kreativität und verzweifeln. Doch was ist die Therapie? Dies sei hier nur kurz mit einem Wort umschrieben: FOKUS. Und genau darauf werden wir uns in der nächsten Ausgabe dieses Blogs fokussieren.

 

KONTAKT:
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Msc

The Tree Interdisziplinäres Gesundheitszentrum und Consulting GmbH
Fasholdgasse 3/7; A-1130 Wien; Mail: info@thetree.at; Tel.: (+43) 1 90 89 901
Web: www.thetree.at


DIE UNTERNEHMEN: 

The Tree Gesundheitszentrum für Stressbewältigung und Burnout (Behandlung und Prävention) > Web: http://gesundheitszentrum.thetree.at/

TheTree vereint Schulmedizin, Ganzheitliche Medizin, Coaching>> und Psychotherapie sowie körperorientierte Methoden. The Tree behandelt und begleitet Einzelpersonen, Paare und Familien. Im beruflichen Bereich arbeitet The Tree auch mit Teams.

The Tree Consulting für Unternehmen und Berufstätige > Web: http://ttc.thetree.at/

The Tree Consulting vereint wirtschaftliches und organisatorisches Beratungswissen mit neurowissenschaftlichem und medizinischem Know-How. Hoch qualifizierte und erfahrene BeraterInnen und Coaches beraten und begleiten das Management, die Führungskräfte und die MitarbeiterInnen in ihrem natürlichen Streben nach gesundem Erfolg. Wir arbeiten mit einem multiprofessionellen Team aus unterschiedlichsten Disziplinen.

Weitere Angebote:
www.neurologie-wien.at
www.medical-coaching.at


ZUR PERSON:
Dr. Wolfgang Lalouschek, Msc: begleitet als Arzt und Coach  Menschen auf dem Weg zu ihrer Gesundheit sowie beim Umgang mit Erkrankungen und schwierigen Situationen. 

Persönliches Statement:
Leben bedeutet für mich die Möglichkeit wirksam Sinnvolles zu und sich entlang der Entwicklung des eigenen Lebens auch selbst zu entwickeln. Die Gesundheit – körperlich, seelisch und in meinen Beziehungen – ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Umfassende Gesundheit bedeutet für mich aber nicht unbedingt die völlige Abwesenheit von Schmerz, Sorgen oder Problemen, sondern vor allem die Fähigkeit und die Zuversicht diese bewältigen zu können. Darin sowohl einzelne Menschen als auch Organisationen zu unterstützen erlebe ich als sinnvolle und wirksame Tätigkeit – und damit als Leben.

Berufliche Erfahrungen
• langjährige klinische (Facharzt für Neurologie) und wissenschaftliche Erfahrung an der Medizinischen Universität Wien
• universitäre Forschungstätigkeit mit zahlreichen internationale Publikationen
• Leitung des Beratungsunternehmens The Tree Consulting sowie des interdisziplinären Gesundheitszentrums The Tree in Wien (www.thetree.at)
• „Health Based Management“-Projekte in Wirtschaftsunternehmen
• Organisations-und Personalentwicklungsprojekte im Gesundheitsbereich
• Leitung interdisziplinärer, multizentrischer Forschungsprojekte u.a. in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien
• klinische Tätigkeit, sowie Lehr-und Vortragstätigkeit zu Stress und Burnout

Funktionen
• Medizinischer Leiter des Gesundheitszentrums The Tree in Wien
• Geschäftsführer des Beratungsunternehmens The Tree Consulting GMbH
• Koordinator des Projekts „Burnoutpräventon auf Intensivstationen“
• stellv. Mobbing-Ombudsmann der Wiener Ärztekammer

Arbeitsschwerpunkte
• Ärztliche Behandlung und Begleitung bei Burnout und anderen stressbedingten Erkrankungen sowie neurologischen Erkrankungen
• Coaching zur Burnoutprävention, in Krisensituationen, bei Neuorientierung
• Organisations- sowie Personalentwicklungsprojekte zur Förderung von Gesundheit, Motivation und Zusammenarbeit
• Medical Coaching: Verbindung von Medizin und Coaching z.B. bei Burnoutgefährdung und Psychosomatischen Beschwerden
• Gruppen- & Teamcoaching sowie Teamentwicklung
• Aus- und Weiterbildung für BeraterInnen, Coaches und Führungskräfte

Neugierig auf MY21 geworden?: MY21 – das erfolgreiche 21-Tage Programm für Gesundheit und Widerstandskraft liefert Ihnen evidenzbasiert die wichtigsten Hebel zu Gesundheit, Stärkung des Immunsystems und mentaler Stärke für Ihr Unternehmen und Ihre MitarbeiterInnen. Näheres unter www.my21.at