Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Mittelstand

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    Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Mittelstand

    Unsere Lobby der Mitte setzt seit über 10 Jahren mit ihren Aktivitäten auf die Nachhaltigkeit als wesentlichsten Erfolgsfaktor der Klein- und Mittelbetriebe. Hier eine sehr solid, verständlich und zukunftsweisend geschriebene Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte und Argumente, welche für eine intensive Ausrichtung des unternehmerischen Mittelstands auf Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbelangen sprechen. Erschienen ist dieser Beitrag am 23.9.22 im Online-Medium „Die deutsche Wirtschaft – die Stimme des Mittelstands„. Danke und Gratulation an die Autoren Marc Müller, Vorstand ETL AG (Foto) und Dr. Jürgen Karsten, auch weil dem Beitrag der sehr interessante „Mittelstandskompass 2022: Was macht erfolgreiche Mittelständler aus? als Download beigelegt ist.

    Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Mittelstand

    Nachhaltigkeit ist zu einem zentralen Thema der Unternehmensführung geworden. Für die großen börsennotierten Unternehmen ist die Offenlegung von CSR-Maßnahmen (Corporate Social Responsibility) bereits verpflichtend. Die EU wird die Berichtspflicht auch auf kleine und mittlere Unternehmen ausweiten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema der Nachhaltigkeit ist aber auch unabhängig von den politischen Initiativen und gesetzlichen Regelungen notwendig, und zwar für die großen Unternehmen ebenso, wie für den Mittelstand. Nachhaltigkeit beinhaltet nicht nur die Orientierung an Umweltstandards.

    von Marc Müller, Vorstand ETL AG, und Dr. Jürgen Karsten

    Der Begriff der Nachhaltigkeit ist weiter gefasst und wird durch die sogenannten ESG-Kriterien konkretisiert. ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). An dieser Konkretisierung und den Inhalten wird deutlich, dass Nachhaltigkeit letztlich das gesamte Unternehmen betrifft.

    • „Umwelt“ steht dabei u. a. für Klimaschutz, Reduzierung von Treibhausgasen, Reduzierung von Wasserverbrauch, Wandel zur Kreislaufwirtschaft, Schutz von Ökosystemen und Biodiversität.
    • „Soziales“ steht z. B. für Inklusion, Gleichberechtigung, Vielfalt, Barrierefreiheit, Arbeitsschutz, Kundenzufriedenheit und Verbraucherschutz.
    • „Unternehmensführung“ steht z. B. für Kommunikation, Managementstruktur, Vergütungssysteme, Korruptionsverhinderung, Prüfung von Lieferketten, Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, Beachtung von Moral und Ethik.

    Nachhaltigkeit liegt im Interesse aller

    Marc Müller, Vorstand der ETL, ist Steuerberater und Diplom-Finanzwirt

    Die nicht vollständige Aufzählung von Aspekten der Nachhaltigkeit macht bereits deutlich, dass nicht nur der Gesetzgeber ein erhebliches Interesse an diesem Thema hat, sondern letztlich alle Personen, die ein Interesse an dem Unternehmen haben und direkt oder indirekt mit dem Unternehmen in Verbindung stehen.

    Zu diesen sogenannten Stakeholdern gehören vor allem die Kunden, Mitarbeiter, Gesellschafter, Investoren, Kapitalgeber und letztlich die Öffentlichkeit. Alle diese Beteiligten oder Interessierten am Unternehmen haben ein begründetes und immer stärker werdendes Interesse daran, dass „ihr“ Unternehmen nachhaltig arbeitet. In mittelständischen Unternehmen ist die Nähe zu diesen Stakeholdern oft besonders ausgeprägt. Daher sollten gerade diese Unternehmen sich besonders um ein nachhaltiges Wirtschaften bemühen und die Interessen und Sichtweisen dieser Stakeholder berücksichtigen. Das gilt vor allem für die Sichtweisen und Interessen von Kunden und Mitarbeitern.

    Eine neue Generation von Kunden

    Die Sichtweise der Kunden auf das Unternehmen und deren Wünsche und Interessen sind für das Unternehmen natürlich besonders bedeutsam. Hier hat sich bereits ein erheblicher Wandel vollzogen, der sich bereits zu einem Trend verfestigt hat. Umweltaspekte und soziale Aspekte werden für die Kaufentscheidung immer wichtiger. Insbesondere in der jüngeren Generation hat sich bereits ein Wertewandel vollzogen, der sich in einem veränderten Kauf- und Nutzungsverhalten niederschlägt. Der Besitz von Dingen und Produkten scheint nicht mehr erstrebenswert, vielmehr steht die zeitweise Nutzung im Vordergrund. Das hat zu der Share-Economy geführt, die im Konsumgüterbereich bereits deutliche Spuren hinterlassen hat.

    Für die steigende Zahl der Kunden, die an Nachhaltigkeit interessiert sind, wird es immer wichtiger zu wissen, wie die Produkte und Dienstleistungen geschaffen werden, welche Rohstoffe und Materialien verwendet werden und ob die Produktion umweltbelastend oder klimaschädlich ist.

    Der Kunde möchte aber auch wissen, wie das Unternehmen mit den eigenen Mitarbeitern umgeht, ob soziale Standards eingehalten werden und eine faire Vergütung gezahlt wird. Natürlich möchte der Kunde auch wissen, wie das Unternehmen mit ihm selbst umgeht, d. h. wie das Unternehmen mit den Kunden kommuniziert, wie der Service funktioniert und wie z. B. Reklamationen behandelt werden. Ist der Kunde hier wirklich König?

    Immer wichtiger wird für den Kunden auch die Frage nach den Werten des Unternehmens und der Unternehmensführung. An welchen Werten orientiert sich das Unternehmen? Werden Recht und Gesetz eingehalten, spielen Moral und Ethik die ihnen gebührende Rolle? Ist das Unternehmen bzw. die Unternehmensführung transparent und ehrlich? Aus Sicht der mittelständischen Unternehmen mag manches selbstverständlich sein, so wie etwa die Einhaltung von Recht und Gesetz oder die Beachtung von Ehrlichkeit und Offenheit. Schlechte Beispiele aus der Wirtschaft machen es aber offenbar notwendig, diese Faktoren zu kommunizieren.

    Wenn der Kunde als Abnehmer ein Unternehmen im Rahmen einer Lieferkette ist, dann sind solche Faktoren für ein Unternehmen, das Lieferant in der Lieferkette ist per se zu beachten. Entweder aufgrund des Lieferkettengesetzes oder aufgrund der faktischen Vorgaben des Abnehmers bzw. Kunden, der seinerseits nachhaltig produzieren will oder muss.

    Die Attraktivität des Unternehmens steigern

    Die genannten Fragen sind natürlich nicht nur aus Sicht der Kunden wichtig, sondern in gleichem Maße für die Mitarbeiter, Investoren, Gesellschafter und Kapitalgeber. Wenn diese Stakeholder an Nachhaltigkeit interesseiert sind, d. h. an Umwelt- und Klimaschutz, an der Verbesserung sozialer Standards und der Orientierung an Werten, dann wollen sie selbst einen Beitrag dazu leisten. Und diesen Beitrag wollen sie auch leisten, indem sie für ein nachhaltiges Unternehmen arbeiten, in ein nachhaltiges Unternehmen investieren, sich an einem nachhaltigen Unternehmen beteiligen oder eben die Produkte und Dienstleistungen von einem nachhaltigen Unternehmen erwerben.

    Für die Unternehmen hat die Orientierung an der Nachhaltigkeit ganz entscheidende Vorteile. So steigt etwa die Attraktivität des Unternehmens für die Mitarbeiter. Das Unternehmen wird eine attraktive Arbeitgebermarke, so dass Fach- und Führungskräfte leichter angesprochen und gewonnen werden können.

    Auch das Einwerben von Investoren und Kapitalgebern wird wesentlich vereinfacht. Insbesondere Banken sind vermehrt gehalten, an „grüne“ bzw. nachhaltige Projekte und Unternehmen Kredite zu vergeben, um den sich abzeichnenden neuen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III zukünftig gerecht zu werden.

    Mittelstandskompass 2022: Was macht erfolgreiche Mittelständler aus?
    Was ist die Erfolgsformel erfolgreicher Unternehmen? In welchen Berufen drohen langfristig die größten Engpässe? Welche Potentiale sind im Mittelstand noch ungenutzt? Der Mittelstandskompass von ETL und dem Institut der deutschen Wirtschaft bietet ein einzigartiges Benchmarking. Hier kostenfreier Download  

     

    Tue Gutes und rede darüber

    Viele Unternehmen haben die Vorteile erkannt, setzen proaktiv auf Nachhaltigkeit und kommunizieren das entsprechend. „Tue Gutes und rede darüber!“ gilt hier ganz besonders. Diese Unternehmen haben ihre Kommunikation darauf ausgerichtet und das Marketing entsprechend aufgebaut. In der Kommunikation werden dann nicht mehr die technischen Alleinstellungsmerkmale herausgestellt, die sogenannten Unique Selling Points (USP), sondern es werden die nachhaltigen (Alleinstelllungs-)Merkmale fokussiert, die zu den sogenannten Emotional Selling Points (ESP) gehören.

    Mit der neuen Positionierung und der neuen Kommunikation entsteht ggf. erstmalig eine neue Marke; oder eine bereits vorhandene Marke wird mit neuen Inhalten „aufgeladen“, die dann mit einer zunehmenden Bekanntheit in der Region, einer positiven Wahrnehmung bei Kunden, Mitarbeitern und Kapitalgebern und einem steigenden Unternehmenswert verbunden ist. Dies erleichtert auch die Aufnahme neuer Gesellschafter und insbesondere die Regelung der Nachfolge, z. B. durch einen Unternehmensverkauf.

    Aber Achtung: Nachhaltigkeit muss immer authentisch sein

    Die Orientierung an der Nachhaltigkeit ist damit ein ganz zentraler Faktor für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und für die Absicherung gegen Krisen, d. h. Nachhaltigkeit sorgt für Resilienz!

    Aber Achtung: Nachhaltigkeit muss immer authentisch sein und muss gelebt werden. Wenn sich ein Unternehmen nur aus Gründen der Außenwirkung Nachhaltigkeit „auf die Fahne schreibt“, also sogenanntes Green Washing betreibt, d. h., wenn nachhaltiges Wirtschaften zwar kommuniziert, aber nicht gelebt wird, ist dem Unternehmen eine geballte Ladung an Kritik und der nächste Shitstorm in den sozialen Medien sicher.

    Bei der Einführung von nachhaltigem Wirtschaften und nachhaltiger Unternehmensführung ist daher immer zunächst das „Warum?“ zu klären. Warum soll Nachhaltigkeit zukünftig eine besondere Rolle spielen? Was sind die spezifischen Vorteile für das Unternehmen? Stehen der Unternehmer bzw. die Unternehmensführung und die Inhaber persönlich dahinter? Im nächsten Schritt ist das „Was?“ zu klären. Welche Ziele werden bzgl. der Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung verfolgt? Welche Maßnahmen sollen dazu in welchem Zeitraum verfolgt und umgesetzt werden?

    Dafür gibt es in der Praxis eine Vielzahl von möglichen Zielen und Maßnahmen, wie z. B. Reduzierung der Treibhausgase, Vermeidung von Abfall, Einsatz von erneuerbaren Energien, Nutzung von Recycling, Einführung der Elektro-Mobilität, Schaffung von barrierefreien Arbeitsplätzen, Einführung einer Frauenquote, Förderung der Diversität usw. Hier gilt es zunächst, nur eine überschaubare und praktikabel umsetzbare Anzahl von Zielen und Maßnahmen auszuwählen, die zu dem Unternehmen passen und authentisch umgesetzt werden können.

    „Nur was man messen kann, kann man auch steuern!“

    Abschließend ist das „Wie?“ abzustimmen. Neben den technischen Fragen der Umsetzung und der Organisation ist insbesondere für die Messbarkeit der Maßnahmen und der Zielerreichung zu sorgen. „Nur was man messen kann, kann man auch steuern!“ In dem Begriff der Nachhaltigkeit steckt schließlich auch der Begriff des „Nachhaltens“, d. h. der Überprüfung und der Steuerung. Zu diesem Zweck sind die Ziele und Maßnahmen durch Kennzahlen zu erfassen, sog. Key Performance Indicators (KPI). Diese KPI erfassen in Zahlen oder in verbaler Form die Ziele und die Zielerreichung und sind Grundlage für das Management der Nachhaltigkeit.

    Ergebnis kann dann z. B. eine „Grüne BWA“ sein, d.h. eine betriebswirtschaftliche Auswertung für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens, ähnlich wie die bekannte BWA als Ergebnis der Buchführung. Diese Grüne BWA ist dann als Reporting- und Controlling-Instrument auch die Basis für die Kommunikation und für das Marketing. Die Ziele und die Zielerreichung werden in nachvollziehbarer Form für die Stakeholder dokumentiert und mit Grafiken und Abbildungen präsentiert, wie die folgenden Beispiele zeigen:

    Die Orientierung an der Nachhaltigkeit ist gerade für mittelständische Unternehmen damit eine praktikable und charmante Möglichkeit, um sich mit den Fragen zu beschäftigen, die für die Zukunft des Unternehmens von zentraler Bedeutung sind. Nachhaltigkeit sorgt aber nicht nur für die Zukunft des einzelnen Unternehmens, sondern für die Zukunft von uns allen!

    Mehr zum Thema:

    ÜBER ETL
    ETL ist Marktführer im Bereich Steuerberatung und gehört zu den Top 5 der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftet mit ihren Geschäftsbereichen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Unternehmensberatung und IT bundesweit einen Gruppenumsatz von über 1 Mrd. Euro. Insgesamt betreuen über 14.000 Mitarbeiter – darunter mehr als 1.500 Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater – überall in Deutschland mehr als 210.000 Mandanten. Darüber hinaus ist die ETL-Gruppe weltweit in über 50 Ländern mit über 1.300 Standorten präsent und erwirtschaftet einen europaweiten Umsatz von über 1,2 Mrd. Euro. www.etl.de
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    Woran sind Sie gescheitert?

    Ein neuer brillanter Gastkommentar von Mag. Johannes Thun-Hohenstein von MINDSET MANAGEMENT  zum Thema unfairer und verzerrender Journalismus, wie er uns immer mehr ärgert und wie er auch schon im KURIER einer der meist gelesenen Kommentare der letzten Tage wurde …. Gratulation!

    Woran sind Sie gescheitert?

    LH Schützenhöfer begründet zu Beginn des ZIB 2 Interviews seinen Rücktritt mit seinem Alter (70 Jahre). Daraufhin determiniert die Journalistin den Tenor des Interviews mit der Frage „Woran sind Sie gescheitert?“ Sie richtet damit den Fokus auf das Scheitern, statt auf die zu erwartende sachliche Betrachtung der Amtszeit des LHs. Sie fokussiert damit auf eine negative Darstellung.

    Ähnliches in den Kurznachrichten im ORF im Jänner: „Metsola wurde gestern zur neuen EU-Präsidentin gewählt, obwohl sie Abtreibungsgegnerin ist.“ Auch damit wird eine negative Konotierung der Nachricht erreicht – noch dazu ohne Zusammenhang.

    Beide Beispiele erscheinen leider typisch für die Berichterstattung im zur neutralen Berichterstattung verpflichteten ORF (§1.3 ORF Ges.). Und sie sind typisch für einen Journalismus, der nichts mit neutraler Sachlichkeit und dem Streben nach Objektivität zu tun hat. Sie sind Ausdruck eines Haltungsjournalismus, dem Verwandten von Kampagnen-journalismus und Propaganda. Das ist jedenfalls kein Qualitätsjournalismus, einer bedrohten Art der Berichterstattung, der im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie auch privaten Qualitätsmedien aber unbedingt notwendig ist.

    Aggressive oder respektlose Unterbrechungen

    Ganz abgesehen von der von Unterstellungen geprägten, Antworten suggerierenden, Frageweise mancher ORF-Titanen, die gerne auf eine bestimmte Antwort abzielen, was dem Grundsatz der offenen neutralen Fragestellung widerspricht. Dabei scheut man nicht vor aggressiven oder respektlosen Unterbrechungen zurück, erlaubt keine geschlossene Replik, die nicht einer bestimmten Ziel-Antwort entspricht. Rund 99,5% der Bevölkerung haben keinen direkten Zugang zur Politik über die bundesweit berichtet wird. Sie sind auf mediale Darstellung angewiesen. Darauf begründet sich deren Wissen über Zusammenhänge, Geschehnisse und begründet so die demokratische Einstellung und Willensbildung.

    Unsere Verfassung basiert auf drei Säulen: Legislative, Exekutive, Judikative. Die notwendige vierte Säule, die Informative – Voraussetzung für demokratische Wahlentscheidungen – ist darin nicht bedacht. Diese Säule hat kein Regelwerk entwickelt, das dem Anspruch, Verantwortung und deren Bedeutung für die Demokratie gerecht wird. Zurecht mahnt die Befürchtung vor Zensur hier zur Vorsicht. Aber JournalistInnen haben keine demokratische Legitimation Politik zu gestalten. Dazu sind sie weder gewählt noch demokratisch beauftragt. Sie entfalten aber eine gestaltende Wirkung – so wie die anderen Säulen der Demokratie. Daher erklärt sich die besondere Verantwortung der JournalistInnen für das Funktionieren des demokratischen Prozesses.

    Politik und Journalismus sind wie kommunizierende Gefäße die einander ergänzen und benötigen. Es sind JournalistInnen, die das Bild der Demokratie, der Politik ausgestalten. Sie bestimmen die Auswahl der Information, das Material und Farben und deren Einsatz, mit dem sie dieses Bild malen.

    Das Bild ist kein erfreuliches. Das liegt sicher auch am zu malenden Objekt. Aber Sachlichkeit, Faktenorientierung und gegebenenfalls Neutralität, Merkmale des Qualitätsjournalismus, kommen hier immer seltener zum Einsatz. Als Maler sind sie daher wesentlich für dieses Bild verantwortlich und sollten sich selbst fragen: „Woran sind sie gescheitert?“

    Mag. Johannes Thun-Hohenstein

    Unternehmensberatung
    MINDSET MANAGEMENT
    Walfischgasse 8, 1010 Wien
    office@mindsetmanagement.a

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    Personalmangel-Katastrophe im Mittelstand

    Lusak-Kommentar 7.9.22 aufgrund einer Anregung des Unternehmers Andreas Weber

    Personalmangel-Katastrophe im Mittelstand

    Jetzt nimmt auch noch der Staat den KMU die Arbeitnehmer weg! Fünf glasklare Forderungen dazu.

    In diesen Krisenzeiten ist es schwer zu sagen, was denn nun die größte Belastung für die Wirtschaft und insbesondere den unternehmerischen Mittelstand sei. Horrende Energie-Preise? Lieferengpässe aus Ländern wie China? Die Folgen des Klimawandels? Die Pandemie? Ich muss hier einfach eine Belastung herausstreichen, welche den Unternehmen emotional und unmittelbar die größten Sorgen bereitet, den Mangel an Fachkräften und Nachwuchs.

    Der Personalmangel hat sich für die Unternehmen schon deshalb zu einer direkt spürbaren Katastrophe entwickelt, weil sie täglich bestimmte Leistungen ihres Betriebes einfach nicht abrufen können. Weil sie ihren Kunden nicht mehr das bieten können, was diese erwarten und normalerweise auch bekommen. Weil sie trotz höchstem persönlichen Einsatz nicht selbst alles machen können. Weil die Leute einfach nicht mehr da sind, weil sie in – oft auch verfrühte – Pension gegangen sind, von größeren Firmen abgeworben wurden oder einer modernen Work-Life-Balance folgend lieber weniger arbeiten wollen. Weil es zu wenig Lehrlinge gibt. Weil Bewerber entweder eine unzureichende Qualifikation haben oder auch nur Scheinbewerber sind, weil sie mit Arbeitslosengeld und ein bisserl Pfuschen besser aussteigen. Weil Hoteliers kein Bedienungspersonal mehr haben, Geschäfte keine Verkäufer, Erzeuger keine Arbeiter, technische Dienstleister keine Fachkräfte. Weil Leistungswillige in einer Welt der Feierabend-Sehnsüchtigen, Wochenend-nicht-erwarten-Könnenden, Fenstertage-Nutzenden und 4 Arbeitstage-Bevorzugenden zu wenig Wertschätzung erfahren. Das ist ein tägliches Leid, eine tägliche Erfolgsbehinderung, die sich auch den Stärksten ins Mark bohrt.

    Wie krank ist unsere Politik?

    Nicht nur, dass ihnen die Großunternehmen – unter denen auch nicht wenige steuerschonend und privilegiert unterwegs sind – schon lange mit höheren Gehältern, schöneren Arbeitsplätzen und Karriereprogrammen überlegen sind. Jetzt nimmt auch noch der Staat den KMU die Arbeitnehmer weg. Wieso? Weil jetzt laufend mit aufwendigen Kampagnen um Personal in Schulen, Krankenhäusern, Kasernen und Polizeistationen geworben wird. So wichtig das sein mag, den Mittelständlern dreht es den Magen um: Mit ihrem Steuergeld werden nun die letzten verbliebenen Arbeitswilligen in den geschützten Bereich gelockt! In einer Zeit, wo Arbeitsuchende und auch Studenten sowieso schon lieber Beamte werden als Privatangestellte. Wie krank ist unsere Politik, dass sie das zulässt?

    Wieder beweist es sich, dass der Staat nicht in der Lage ist, denjenigen faire Rahmenbedingungen zu gewähren, die täglich den Karren mit Fleiß, Innovationskraft und Steuern-Zahlen aus dem Dreck ziehen. Der Mittelstand fordert daher als dringende Sofortmaßnahmen:

    • Aktivierung von (frühen) Pensionisten durch Streichung der Pensionsbeiträge bei Beschäftigung (auch bei Kurzarbeit)
    • Mehr Druck auf arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose
    • Degressives Arbeitslosengeld
    • Besseren Zugang ausländischer Arbeitskräfte durch weitere Erleichterungen bei der Österreich-Card sowie Übernahmemöglichkeiten für bereits gut integrierte Asylwerber
    • Eine Kampagne für Leistung, Freude an der Arbeit und Erfüllung durch sinnvolle Tätigkeit – die gibt es (noch) im Mittelstand

    Wenn wir den Mittelstand mit all seinen Problemen und Benachteiligungen weiterhin im Regen stehen lassen, dann wird der Mittelstand einfach den Hut drauf hauen und den Staat im Regen stehen lassen. Was jetzt schon beginnende Unternehmensschließungen vorzeigen.

    Wolfgang Lusak

    Coach für nachhaltig-innovative Unternehmens-Kooperationen und Gründer der unabhängigen Mittelstands-Plattform „Lobby der Mitte“

    Zu den gesamten Langfrist-Forderungen für den Mittelstand

    Zum Konzept für die „RUNDE GESELLSCHAFT“

    Zum MITTELSTANDS-PAKET

    www.lusak.at  www.lobbydermitte.at
    01 315 45 36 – office@lobbydermitte.at

     

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    Neue Stulik-Idee brächte Stromverbrauchern 16 Mrd. Einsparung! BITTE UM ZUSTIMMUNG!

    Nachdem unsere „Lohnrunden-HALBE-HALBE-Vorschläge“ für eine Inflationsbremse in Wirtschaft (rund 2000 Zustimmungen aus allen Branchen und Bundesländern) und Sozial-Partnerschaft so richtig eingeschlagen haben, hat unser Lobby der Mitte-Wirtschafts- und Steuerexperte noch eine wirklich tolle Idee entwickelt, welche enorme Stromkosten-Einsparungen für Wirtschaft und Bevölkerung brächte! Die von der Regierung präsentierte „Strompreis-Bremse“ könnte damit ganz wesentlich gestärkt werden! Nicht zuletzt die Malaise der Wien Energie und die Unsicherheiten am Strommarkt gebietet rasches Eingreifen. Zur Abstimmung

    Reinhard Stulik: „Wenn wir jetzt die Gaskraftwerke auf Zeit subventionieren, ersparen sich die Stromverbraucher 16 Mrd. Euro!“

    BITTE IHRE UNTERSTÜTZUNG HIER EINTRAGEN!

    Lobby der Mitte, ÖGV und Senat der Wirtschaft fordern somit direkte Subvention der Gaskraftwerke auf Zeit zum sofortigen Kappen des Strompreises. Mit Ihrer Unterstützung, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, geschätzte Strom-Verbraucherinnen und -Verbraucher tragen wir die Idee rasch zu den politischen Entscheidungsträgern. HIER EINTRAGEN!

    (Titelfoto: oben vlnr Stulik & Lusak, darunter vlnr Blahut, Stulik, Lusak, Stowasser)

    „MERIT ORDER? REITEN STATT GERITTEN WERDEN!“

    Das meinen wir freien Unternehmensverbände! „Hebeln statt Knebeln, um den Strompreis in den Griff zu kriegen und stark zu senken,“ wiederholen Ideengeber und LdM-Wirtschafts-Experte Reinhard Stulik, ÖGV-Generalsekretär Stephan Blahut, SdW-Vorständin Gaby Stowasser sowie LdM-Gründer Wolfgang Lusak die lange erhobene Forderung: „Wenn wir einerseits die Stromabnehmer durch diese Krise bringen wollen und andererseits kein Weg an der Merit-Order Preisfindung vorbei gehen soll, dann muss die Bundesregierung das System aktiv reiten, statt weiter kraftlos im Sattel zu hängen.“ Wir fordern daher gemeinsam rasch am Punkt mit der höchsten Hebelwirkung anzusetzen: „Die Gaskraftwerke müssen auf Zeit direkt subventioniert werden, um die höchsten Produktionskosten und Preistreiber am Markt zu kappen. Und dann nützt das Merit-Order-System, das diesen niedrigeren Preis über alle Anbieter verteilt. Die Abnehmer bekommen eine spürbare Entlastung. Sofort.“

    SO FUNKTIONIERT DAS: GASKRAFTWERKE DIREKT SUBVENTIONIEREN SENKT DEN STROMPREIS SOFORT

    Wir freien Wirtschaftsverbände schlagen eine direkte Subvention der Gaskraftwerke auf Zeit vor. Ohne am Merit-Order-System zu rütteln, um das System sogar auszunützen: In der Regel sind es aktuell die Gaskraftwerke, die den Strompreis diktieren. In Österreich wird durchschnittlich etwa 15% des Stroms aus Gas erzeugt. Bei aktuell 30 Cent je Gigawatt summiert sich das auf etwa 3 Mrd. Euro pro Jahr und treibt den Preis der anderen Anbieter.

    Würde man nun direkt z.B. 1 Milliarde zuschießen, so würde der Preis auf 20 Cent fallen – beim Gaskraftwerk und damit – Merit-Order sei Dank – bei allen anderen Anbietern. Aufsummiert senkt das den Jahresstrompreis in Österreich von ca. 21 auf 14,5 Mrd. Euro. Für einen eingesetzten Euro sparen Wirtschaft und Haushalte damit 6 bis 7 Euro ein. Dies kann einerseits in Österreich von unserer Regierung sofort und ganz alleine, andererseits auch noch auf europäischer Ebene gemeinsam umgesetzt werden.

    IN ÖSTERREICH SOFORT UMSETZBAR, NOCH BESSER IN GANZ EUROPA

    Wir räumen ein, dass die Senkung des durch Gas erzeugten Strompreise nur temporär sinnvoll ist. Die Preise sind aber derart schnell gestiegen, dass dies auch von vorausblickenden Unternehmen nicht gemeistert werden könne. Reinhard Stulik und Wolfgang Lusak: „Es ist in einem Land, in dem die Stromerzeuger teils 100% Strom aus Wasserkraft versprechen und außerdem mit kleinsten Ausnahmen zu 100% der Republik oder den Bundesländern gehören, nicht einzusehen, dass der österreichische Endkunde Weltmarktpreise bezahlen muss. Wo ist da der Standortvorteil? Nicht zuletzt die Malaise der Wien Energie und die Unsicherheiten am Strommarkt gebietet rasches Eingreifen. In Österreich, in Europa. Alle sind gefordert. Die Bundesregierung muss jetzt handeln! Bringen wir Österreich voran!“

    Nochmals zur Klarheit: Die Bundesregierung hat jetzt die Strompreisbremse für private Haushalte beschlossen. Die Kosten dafür sollen 2,5 Mrd. betragen. Würde man diese 2,5 Mrd. nach unserem Modell einsetzen, würden sich die Ersparnisse durch Senkung des Strompreises für Haushalte und Betriebe um 16 Mrd. reduzieren!

    HIER EINTRAGEN

    Nebenbei: hier geht es zu den ERGEBNISSEN der HALBE-HALBE-Umfrage

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    Weitere Informationen:

    Organisation Kontaktperson Mail Telefon
    Lobby der Mitte Wolfgang Lusak office@lobbydermitte.at 01 3154536
    Senat der Wirtschaft Mahdi Allagha m.allagha@senat.at 0664/ 88733311
    Gewerbeverein Stephan Blahut s.blahut@gewerbeverein.or.at 01 5873633

    ANHANG: Mittelfristig notwendige Maßnahmen

    Alle drei freien Verbände sind sich darin einig, dass neben dieser akute Probleme lösenden, kurzfristigen Maßnahme auch langfristige Standortverbesserungen und Strukturreformen nicht vernachlässigt werden dürfen, dazu gehören:

    1. Maßnahmen für die erleichterte Eigenkapitalbildung in den Betrieben: Einführung einer 25% Investitionsrücklage & halber Steuersatz für nicht entnommene Gewinne
    2. Modernisierung des Gesellschaftsrechts: Flexibilisierung, einfache Mitarbeiterbeteiligungen; Einführung der FlexCo
    3. Entbürokratisierung und Verfahrensbeschleunigung
    4. Allgemeine LNK-Senkung mit einer Sonderregelung von -30% LNK für die ersten 30 Mitarbeiter eines jeden Unternehmens
    5. Digitalisierung vorantreiben für mehr Kosteneffizienz bei hoheitlichen Aufgaben
    6. Maßnahmen zur notwendigen besseren Verfügbarkeit von Fachkräften:
    7. Aktivierung von (frühen) Pensionisten durch Streichung der Pensionsbeiträge bei Beschäftigung (auch bei Kurzarbeit)
    8. Besserer Zugang ausländischer Arbeitskräfte durch weitere Erleichterungen bei der Österreich-Card sowie Übernahmemöglichkeiten für bereits gut integrierte Asylwerber
    9. Mehr Druck auf arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose
    10. Degressives Arbeitslosengeld


    Siehe auch unser 2021 veröffentlichtes, in fast allen Teilen noch gültiges „MITTELSTANDS-PAKET“: 
    https://www.lobbydermitte.at/wp-content/uploads/2021/09/Konkrete_Vorschlaege_Mittelstandspaket_LdM-SdW-OEHV-OEGV_HV_fuer-REGIERUNG_PK_4_10_21.pdf

    Wir werden laufend über Reaktionen, Mitwirkungen, Ergebnisse und Konsequenzen berichten.

    Herzliche Grüße,
    Wolfgang Lusak & Reinhard Stulik

    01 315 45 36 – office@lobbydermitte.at
    www.lobbydermitte.at

     

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    Aktion HALBE-HALBE für Inflationsbekämpfung: PETITION & UMFRAGE-Ergebnisse & Presseaussendung

    Presse-Aussendung mit Link zu PETITION zur PK vom 31.8.22 von GEWERBEVEREIN, LOBBY DER MITTE und SENAT DER WIRTSCHAFT

    Schon fast 2000 Zustimmungserklärungen aus der Wirtschaft! Erfolgreiche HALBE-HALBE-Aktion bei der Lohnrunde: Umfrageergebnisse & Petition als Presse-Aussendung

    Die freien Unternehmens-Verbände warnen vor einer nicht mehr kontrollierbaren „Horror-Inflation, wie sie das Land seit 70 Jahren nicht mehr erlebt hat“. Sie legen deshalb der Regierung und den Lohnverhandlungspartnern ein Kooperatives Konzept zur Inflationsbekämpfung vor und belegen die Zustimmung der Wirtschaft zu diesem Vorschlag mit einem klaren Votum von deutlich mehr als 2000 dazu befragten Unternehmen. Sie versprechen mit ihrem Konzept den Bruch der Lohn-Preisspirale, einen vollen Inflationsausgleich für die Beschäftigten sowie eine Stützung für die von der Energiekrise geplagte Wirtschaft und insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).

    Foto von der PK am 31.8.22 vlnr: Reinhard Stulik (Wirtschaftsexperte), Gaby Stowasser (SdW), Wolfgang Lusak (LdM), Peter Lieber (ÖGV), Stephan Blahut (ÖGV)

    Foto von HALBE-HALBE-Aktions-Erfinder Reinhard Stulik und Lobby der Mitte-Gründer Wolfgang Lusak

    ZU DEN UMFRAGE-ERGEBNISSEN

    ZUR PETITION

    SIE KÖNNEN NOCH WEITER ZUSTIMMEN: HIER!

    DIE PRESSE-AUSSENDUNG-Inhalte:
    Wenn die Regierung die halbe Lohnerhöhung mit Steuersenkungen stützt kann die Lohn-Preisspirale und die Inflation gebrochen werden

    Lobby der Mitte, Gewerbeverein und Senat der Wirtschaft haben mit ihrem „Herbstlohnrunde-HALBE-HALBE-Konzept gegen die Inflation“ vorgeschlagen, dass sich die Arbeitnehmer bei einer beispielsweisen 9% Inflation mit einer Lohnsteigerung von 4,5% begnügen, dafür aber von der Regierung gleichzeitig einen 4,5% Nettolohnausgleich gewährt bekommen – und zwar durch Lohnsteuer- bzw. vorgezogene Einkommensteuer-Senkungen. „So hätten Arbeitnehmer netto einen vollen Inflationsausgleich, die durch die Energiekrise geplagten Mittelständischen Unternehmen zumindest bei den Löhnen eine wichtige Erleichterung und die Lohn-Preisspirale wäre gebrochen“, meinen die drei Verbände unterstützt von Wirtschaftsexperten Reinhard Stulik, der sich dieses Modell ausgedacht hat. Durch die inflationsbedingten höheren Steuereinnahmen aus Mehrwertsteuer und Einkommensteuer seien für den Staat auch die Kosten für den staatlichen Ausgleich gedeckt.

    88% der Unternehmen schließt sich dem Vorschlag an
    Mit diesem Konzept haben die drei Unternehmensverbände auch ihre Mitglieder in einer Umfrage konfrontiert. Außerdem haben sich noch weitere unabhängige Wirtschaftsverbände dieser Umfrage angeschlossen. Dadurch konnte die sehr repräsentative Beteiligung von über 2000 Teilnahmen erreicht werden. Laut dem Umfragebericht haben mehr als 88% der befragten Unternehmen dem HALBE-HALBE-Vorschlag zugestimmt.

    Sonst drohen weitere Preiserhöhungen, Mitarbeiterabbau und finanzielle Problem
    Mehr als 77% der Betriebe sehen sich laut Umfrage bei einer Lohnerhöhung ab 8% und darüber veranlasst die Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen zu erhöhen. Ein Drittel der Unternehmen hätte durch so eine Lohnerhöhung finanzielle Probleme zu bewältigen. Ein weiteres Drittel würde in dem Fall Mitarbeiter abbauen. Von denjenigen Unternehmen, die Mitarbeiter abbauen, kommen wiederum über 50% aus den Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Gaby Stowasser vom Senat der Wirtschaft dazu: „Daher müssen wir genau jetzt die Inflation bekämpfen und damit Kaufkraft, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung sichern, Das ist ein Anliegen aller“.

    KMU tun sich am schwersten, notwendige Preiserhöhungen durchzusetzen
    84% werden Preiserhöhungen nur teilweise oder nicht durchsetzen können. Betriebe, die meinen höhere Lohnabschlüsse gut verkraften zu können, sind auch der Meinung Preisanpassungen leichter weitergeben zu können. Das größte Problem orten die Verbände bei den Unternehmen, welche Preiserhöhungen aufgrund ihrer Kleinheit oder Schwäche nicht für sich durchsetzen können. Am schwersten täten sich dabei die EPU gefolgt von den Betrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern. KMU mit 10 bis 250 Beschäftigten geben sich laut Umfrage bezüglich eigener Preiserhöhungen auch nur durchschnittliche Chancen. Am leichtesten tun sich dabei die Großunternehmen, „vermutlich wegen ihrer Marktmacht“. Wolfgang Lusak von Lobby der Mitte interpretiert das mit „Die Kleinen beißen die Hunde! Aber die sind das Rückgrat der Wirtschaft. Deshalb muss die Regierung nicht nur bei diesen, sondern auch bei allen anderen Maßnahmen KMU und unternehmerischen Mittelstand immer mit denken. Die repräsentieren nämlich nicht nur die 7% Eigner und Eignerinnen von KMU in Österreich sondern auch die nachweislich Wahl-relevanten 33% der Wertegemeinschaft Mittelstand, welche die Werte der mittelständischen Unternehmen teilen.“

    Berechnet: Finanzminister könnte seine Lohnerhöhungs-Stützungen mit Mehreinnahmen bei Umsatz- und Lohnsteuer finanzieren
    Wie der Staat seinen Teil der HALBE-HALBE-Aktion bei den Lohnverhandlungen finanzieren kann, rechnete der Steuerberater und Wirtschaftsexperte der Lobby der Mitte, Reinhard Stulik vor: „Der im Konzept enthaltene Nettolohnausgleich kann nur in Form der Senkung von Lohn- und Einkommenssteuern erzielt werden, welche sich durch inflationsgetriebene höhere Umsatz- und Einkommensteuereinnahmen finanziert. Die Entlastung durch den Staat würde ca. 3,5 Mrd. Euro kosten. Bei einem Bruttoeinkommen von monatlich 2.500 Euro würde dies 862 Euro betragen. Bei 4 Millionen Beschäftigten wären dies rund 3,5 Mrd. Euro. Die Finanzierung wäre sichergestellt, da der Staat durch die Inflation 2,5 Mrd. Euro Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer lukriert und bei der Lohnerhöhung von 4-5% Mehreinnahmen von rund 1,5 Mrd. Euro bei der Lohnsteuer lukriert. Somit wäre die Finanzierung gesichert und der Staat würde nur seine Mehreinnahmen an die Bürger zurückgeben.“

    Wirtschaft klar für HALBE-HALBE-Aktion
    Laut Umfrage haben 1800 Unternehmen, also fast 90 % der Befragten ihre Zustimmung zu dem HALBE-HALBE-Vorschlag der freien Verbände gegeben. ÖGV-Präsident Peter Lieber fasst die Ergebnisse der Umfrage zusammen: „Unsre Ergebnisse repräsentieren – trotz leichter Ostlastigkeit im Großen und Ganzen die österreichische Wirtschaft, da Betriebe aus allen Bundesländern teilgenommen haben und auch alle Branchen vertreten sind. Die EPU und Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern unterstützen unsere Vorschläge am meisten, wohl weil sie die von Krisen, Energiepreisanstiegen und Inflation am meisten Geplagten sind. Auch KMU bis zu 250 Mitarbeitern gaben uns ihre Zustimmung. Letztlich lehnen auch nur 20% der Großunternehmen den Vorschlag ab – vielleicht weil sich Einzelne mit ihrer Marktmacht und Sonderregelungen mit ihren Betriebsräten und den Gewerkschaften leichter tun eigene Lösungen zu finden.“

    Regierung soll jetzt rasch handeln
    Lieber zu den Forderungen der freien Verbände: „Die Wirtschaft steht nicht nur mit dem Rücken zur Wand, sie steht auch mit ihrem Rückgrat, dem Mittelstand an der Wand. Die Bundesregierung ist jetzt jedenfalls aufgefordert vom Kleinklein in große Maßnahmen zu wechseln. Ein substanzielle Lohnerhöhung hilft allen am besten bei der Bewältigung der Inflationsflut, die ist mit unserem HALBE-HALBE-Modell möglich.“

    ———————————————————————————————————————
    Weitere Informationen:

    Organisation Kontaktperson Mail Telefon
    Lobby der Mitte Wolfgang Lusak office@lobbydermitte.at 01 3154536
    Senat der Wirtschaft Mahdi Allagha m.allagha@senat.at 0664/ 88733311
    Gewerbeverein Stephan Blahut s.blahut@gewerbeverein.or.at 01 5873633

    ANHANG: Mittelfristig notwendige Maßnahmen

    Alle drei freien Verbände sind sich darin einig, dass neben dieser akute Probleme lösenden, kurzfristigen Maßnahme auch langfristige Standortverbesserungen und Strukturreformen nicht vernachlässigt werden dürfen, dazu gehören:

    1. Maßnahmen für die erleichterte Eigenkapitalbildung in den Betrieben: Einführung einer 25% Investitionsrücklage & halber Steuersatz für nicht entnommene Gewinne
    2. Modernisierung des Gesellschaftsrechts: Flexibilisierung, einfache Mitarbeiterbeteiligungen; Einführung der FlexCo
    3. Entbürokratisierung und Verfahrensbeschleunigung
    4. Allgemeine LNK-Senkung mit einer Sonderregelung von -30% LNK für die ersten 30 Mitarbeiter eines jeden Unternehmens
    5. Digitalisierung vorantreiben für mehr Kosteneffizienz bei hoheitlichen Aufgaben
    6. Maßnahmen zur notwendigen besseren Verfügbarkeit von Fachkräften:
    7. Aktivierung von (frühen) Pensionisten durch Streichung der Pensionsbeiträge bei Beschäftigung (auch bei Kurzarbeit)
    8. Besserer Zugang ausländischer Arbeitskräfte durch weitere Erleichterungen bei der Österreich-Card sowie Übernahmemöglichkeiten für bereits gut integrierte Asylwerber
    9. Mehr Druck auf arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose
    10. Degressives Arbeitslosengeld


    Siehe auch unser 2021 veröffentlichtes, in fast allen Teilen noch gültiges „MITTELSTANDS-PAKET“: 
    https://www.lobbydermitte.at/wp-content/uploads/2021/09/Konkrete_Vorschlaege_Mittelstandspaket_LdM-SdW-OEHV-OEGV_HV_fuer-REGIERUNG_PK_4_10_21.pdf

    Wir werden laufend über Reaktionen, Mitwirkungen, Ergebnisse und Konsequenzen berichten.

    Herzliche Grüße,
    Wolfgang Lusak

     

     

     

     

  • notwendige-fundamental-massnahmen

    Notwendige Fundamental-Maßnahmen

    Gleich nach den Akut-Behandlungen die notwendigen Fundamental-Maßnahmen angehen!

    Lobby der Mitte, Gewerbeverein und Senat der Wirtschaft sind sich darin einig, dass neben den Maßnahmen zur Lösung akuter Probleme auch langfristige Standortverbesserungen und Strukturreformen rasch und professionell anzugehen sind, dazu gehören:

    1. Maßnahmen für die erleichterte Eigenkapitalbildung in den Betrieben: Einführung einer 25% Investitionsrücklage & halber Steuersatz für nicht entnommene Gewinne
    2. Modernisierung des Gesellschaftsrechts: Flexibilisierung, einfache Mitarbeiterbeteiligungen; Einführung der FlexCo
    3. Entbürokratisierung und Verfahrensbeschleunigung
    4. Allgemeine LNK-Senkung mit einer Sonderregelung von -30% LNK für die ersten 30 Mitarbeiter eines jeden Unternehmens
    5. Digitalisierung vorantreiben für mehr Kosteneffizienz bei hoheitlichen Aufgaben
    6. Maßnahmen zur notwendigen besseren Verfügbarkeit von Fachkräften:
      1. Aktivierung von (frühen) Pensionisten durch Streichung der Pensionsbeiträge bei Beschäftigung (auch bei Kurzarbeit)
      2. Besserer Zugang ausländischer Arbeitskräfte durch weitere Erleichterungen bei der Österreich-Card sowie Übernahmemöglichkeiten für bereits gut integrierte Asylwerber
      3. Mehr Druck auf arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose
      4. Degressives Arbeitslosengeld

    Siehe auch unser 2021 veröffentlichtes, in den meisten Teilen noch gültiges „MITTELSTANDS-PAKET

    Siehe auch die Lusak-Ansätze für die Schaffung einer „RUNDEN GESELLSCHAFT“

    Wir werden laufend weiter über Reaktionen, Mitwirkungen, Ergebnisse und Konsequenzen berichten. Im Blog und auf Facebook 

    Herzliche Grüße,
    Wolfgang Lusak & Reinhard Stulik

    01 315 45 36 – office@lobbydermitte.at
    www.lobbydermitte.at

     

  • umfrage-halbe-halbe-fuer-die-ganze-inflationsbekaempfung

    UMFRAGE: „HALBE-HALBE“ für die ganze Inflationsbekämpfung!

    Im Juli & August haben wir uns ein paar Mal zusammengesetzt, Gaby Stowasser (einmal von Johannes Lienhart vertreten), Stephan Blahut, Reinhard Stulik und ich, Wolfgang Lusak. Haben als Senat der Wirtschaft, Gewerbeverein und Lobby der Mitte über die langfristigen Bedürfnisse des Mittelstands geredet und auch über die aktuell größte Bedrohung für ganz Österreich, die nicht mehr Beherrschbarkeit der Inflation. Angesichts der „Herbst-Lohnrunden“ besteht die Gefahr eines schweren Wirtschaftseinbruchs und sozialer Unruhen. Dann hatten wir eine Idee, die vor allem von LdM-Steuerexperte Reinhard Stulik geprägt wurde .

    Macht bitte alle mit bei der Aktion „STOP der INFLATION“ und stimmt für die „HALBE-HALBE„-Lösung

    Der Hut brennt! Es droht eine Inflationswelle, wie wir sie seit 70 Jahren nicht mehr erlebt haben. Deshalb muss jetzt Wirtschaft und Politik zusammenrücken und gemeinsam die notwendigen Maßnahmen setzen, um durch eine ungezügelte Herbst-Lohnrunde nicht alle ins Desaster zu stürzen. In dem bei dieser Lohnrunde gemeinsam nach dem Prinzip „HALBE-HALBE“ die Lohnverhandler/Sozialpartner einerseits und Regierung/Politik andererseits in gleichem Maß zu einem für alle fairen Lohnabschluss beitragen. Ohne dass die Arbeitnehmer auf eine Inflationsabgeltung verzichten müssen.

    Good News: Mit Stand 25.8.22 haben wir schon die 1700 Teilnehmer-Marke überschritten!

    Zur UMFRAGE zur Lösung der aktuellen Inflationsprobleme (für Arbeitgeber)

    Zur UMFRAGE zur Lösung der aktuellen Inflationsprobleme (für Arbeitnehmer)

    Bitte beantworten Sie gleich jetzt die Umfrage, es geht um Ihre Existenz, die gesamte Wirtschaft und um ganz Österreich, vielleicht auch um eine Vorbildwirkung auf ganz Europa.

    Hier nun die komplette Erklärung unserer HALBE-HALBE„-Idee:

    Arbeitnehmer, Sozialpartner und Parteien sollen den Weg Österreichs zur Stabilisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft sichern. Weil sonst eine Hyperinflation bzw. Preissteigerung entsteht, durch welche der Konsum zusammenbrechen würde, was wiederum eine Investitionsbremse, Pleitewelle plus Arbeitsplätze-Abbau brächte und damit auch Steuereinnahmen-Rückgänge zur Folge hätte. Letztlich wäre das eine Spirale nach unten, eine echte Deflation mit möglichen Unruhen und zumindest schwerer politischer Instabilität.

    Wenn wir jetzt die richtigen Maßnahmen setzen, können alle davon profitieren: Arbeitnehmer, Konsumenten, Unternehmen, Organisationen, der ganze Staat.

    • Dafür haben sich die unabhängigen Organisationen Lobby der Mitte, Senat der Wirtschaft und Gewerbeverein als „UNTERNEHMEN FÜR ÖSTERREICH“ (UfÖ) zusammengeschlossen. Weitere teilnehmende Verbände werden sich – wie wir hoffen – bald anschließen.
    • die Initiative selbst heißt „STOP DER INFLATION“, welche im Kern aus einer HALBE-HALBE“-Aktion besteht, in der Lohnverhandler/Sozialpartner einerseits und Regierung/Politik andererseits in gleichem Maß zu einem für alle fairen Lohnabschluss beitragen
    • Bei einer Einigung auf z.B. 8%, sollen die Arbeitgeber 4% Lohnerhöhung beitragen und die Regierung gleichzeitig durch Steuersenkung einen 4%-Nettoausgleich bereit stellen, so dass insgesamt die Nettoeinkommen um 8% steigen können ohne die drohenden Konsequenzen zu tragen sind – Treff‘ ma uns in da Mitten“

    Die Finanzierung wäre gesichert:
    Die Kosten für den Staat würden sich für den Lohnausgleich auf 3,5 Mrd. belaufen. Der Staat nimmt durch die Inflation an Umsatzsteuer 2,5 Mrd. mehr ein und durch die Lohnerhöhung/Lohnsteuer 1,3 Mrd. Somit würde der Staat lediglich seine Mehreinnahmen der Bevölkerung vergüten. Ein gangbarer Weg der Vernunft und der Mitte. Wir sind selbstverständlich bereit, unser Modell mit allen an einer fairen Lösung interessierten Experten in allen Details durchzusprechen.

    Anmerkung vom 25.8.22: Liebe Sozialpartner, bitte macht Euch das nicht nur in den gewohnten Runden zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaften aus, kämpft nicht nur innerhalb der Branchen um eine gute Lösung! Hier habt Ihr eine Lösung, ein Tool, das beiden Seiten generell entgegenkommt und wo Euch die Regierung helfen kann. Wir wissen, wie viele sich unsere Lösung schon angesehen haben, wie sehr der Druck auf Regierung und Politik steigt, sich dem anzuschließen. Wir werden auch sehr bald ganz genau informieren, wie die Gegenfinanzierung, die Inflations- und Belastungsbremse für Unternehmen, Steuerzahler und Arbeitnehmer im Detail aussieht!

    Liebe Mittelständler, KMU und Wirtschaftstreibende!
    Setzt jetzt hier ein Zeichen der direkten Demokratie und beteiligt Euch an dieser Umfrage!
    Es bedanken sich Stephan Blahut, Reinhard Stulik, Wolfgang Lusak und Gaby Stowasser 
    (in der Reihenfolge wie unten am Foto)

    Wir werden laufend über Reaktionen, Mitwirkungen, Ergebnisse und Konsequenzen berichten.

    Herzliche Grüße,
    Wolfgang Lusak

     

     

     

     

  • exkursion-zu-riess-kelomat-in-ybbsitz

    Exkursion zu RIESS-KELOmat in Ybbsitz

    Am 5. August 2022 fand eine kleine, feine Lobby der Mitte-Exkursion zum Geschirrerzeuger, Markenartikler, Vorbild-Familienunternehmen und Mittelstandshero-Betrieb RIESS-KELOmat statt. Fokus war das Email-Sortiment der Marke RIESS. Wir berichten hier sehr gerne:

    Super-Exkursion zu Emailgeschirr-Erzeuger RIESS

    War das großartig! Der Technik- und Produktions-Geschäftsführer Friedrich Riess zündete vor den Augen einer erlesenen Lobby der Mitte-Delegation ein Feuerwerk der Eindrücke von dem 500 Jahre alten und zugleich äußerst jungen, dynamischen und erfolgreichen Unternehmen. Christian Jesserer, Reinhard Stulik, Jakob Fischer, Lorenz Hammerschmidt,  Eva & Wolfgang Lusak und noch ein paar andere waren begeistert.

    Zuerst ging es in den Schau- und Präsentationsraum des Unternehmens, wo uns Friedrich Riess die Geschichte des Unternehmens, seine Entwicklung, seine Email-Technologie und seine Sortimente in einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation sowie mit tollen kleinen Filmen vermittelte. Jeder konnte auch die leibenswürdigen, hübschen Produkte direkt in die Hand nehmen und begutachten. Alle waren sofort in den Bann der Altehrwürdigkeit als auch der Modernität des Unternehmens gezogen, alle spürten die Magie des Emails, das sich wunderbar anfühlt, Glas auf Stahl, gesundes Geschirr, hunderte Formen und Farben. Ein Fest in der Küche.  Sarah Wiener und hunderte Top-Köche schwören darauf. Kein ungesunder Abrieb wie bei anderen Materialien, keine Unverträglichkeiten. Zeitlos und schön. Immer induktionstauglich. Ob mit Blumen, Ornamenten, Tieren, Gmunder Design oder in der schlicht schönen Form der Aroma-Pots.

    Im Betrieb: Laut, bunt, emsig … und wunderschön

    Dann ging es in die Produktion. Große Hallen, Summen und Klappern der Maschinen, eine Mischung aus Manufaktur und digitaler Hochtechnologie. Fröhliche und gewissenhafte Mitarbeiter, konzentriert auf eine Qualität, zu der sie sich zu 100% bekennen, die man beim Kochen und Essen spüren kann. Dazwischen riesig der Schmelzofen, die Emailschmelze, die das Email, also Glas auf Stahl in seine Endfassung bringt. Es gibt auch ein, zwei Museumsstücke drin. Und an den Wänden bunte Emailschilder aus aller Herren Länder mit bekannter und unbekannter Werbung oder Beschriftung drauf – alles hier einmal hergestellt. Gute Atmosphäre, Emsigkeit, Fokussierung, Beseeltheit. Wir dürfen alles sehen, Fragen stellen, fotografieren.

    Die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – hier leider nicht auf den Fotos – wirken wie emsige Heinzelmännchen, wie fröhliche Arbeiter, wie Menschen, die sich darauf freuen, dass „ihre“ Kunst, „ihre“ Erzeugnisse einmal glücklichen Köchinnen und Köchen dienen werden. Wir waren bezaubert.

    Zum Abschluss noch eine Diskussion darüber, wie ein Unternehmen wie dieses, welches alle gesetzlichen und auch drüber hinausgehenden Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien erfüllt wettbewerbsfähig gegen billige nicht nachhaltige Konkurrenzprodukte aus den Ausland, aus Türkei und China bestehen kann. Eine Antwort war: Es kann. Riess hat in den letzten 20 Jahren seinen Umsatz fast verfünffacht. Und ist dabei mit seiner eigenen Wasserkraft Energie-autark, Riess baut Fischleitern, achtet auf Nachhaltigkeit und hat Sozialwohnungen für Mitarbeiter errichtet. Hat seinen eigenen „Stand der Technik“ definiert und sich damit durchgesetzt. Exportiert in 40 Länder weltweit. Kann das, weil es seine Geschichte, seine „Story“ erzählt, weil es ehrlich und authentisch ist. Weil sein Emailgeschirr einfach besser ist. Andererseits, es wird immer schwieriger, wenn der Großteil des Handels auf Billigprodukte und Aktionen setzt, wenn Massenware die Märkte überschwemmen und manche kein Geld mehr für gutes Geschirr ausgeben können. Riess ist der letzte Emailgeschirrerzeuger Österreichs und einer der letzten in Europa.

    Das Familienunternehmen wird weiter kämpfen und Vorbild sein. Und wir wünschen ihm und den nächsten Generationen weiter viel Erfolg. Weil Mittelstandsbetriebe wie Riess sauber und fair arbeiten, sichere Arbeitsplätze bieten, die Natur erhalten und vielleicht sogar verbessern. Danke für diesen wunderbaren Tag, Danke, lieber Friedrich!

         Hier geht es zur RIESS-Website

    (Foto: Geschäftsführender Gesellschafter Friedrich Riess)

    Autor des Artikels:
    Wolfgang Lusak
    Lobby der Mitte
    www.lobbydermitte.at & www.lusak.at

  • kocher-bringt-perspektive-zukunft-foerderpaket-fuer-kmu

    Kocher bringt „Perspektive Zukunft“-Förderpaket für KMU

    Wir von Lobby der Mitte können zu diesem wieder neu aufgelegten guten Förderprogramm des BMAW-Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (früher BMDW) nur sagen „LIEBE KMU UND MITTELSTÄNDLER: HOLT EUCH DIESE FÖRDERUNG!“ … wenn ihr sie braucht.

    Kocher: KMU-Unterstützungspaket „Perspektive Zukunft“ geht in die dritte Runde

    Aktionsprogramm von BMAW und WKO fördert professionelle Beratung für Krisenbewältigung, Resilienz und nachhaltige Entwicklung von KMU und Standort

     Wien (BMAW/WKO) – Das erfolgreiche Programm „Perspektive Zukunft“ von BMAW und WKO wird um ein weiteres drittes Jahr verlängert. „Perspektive 3.0“ bietet Klein- und Mittelbetrieben (KMU) konkrete Unterstützung bei der Bewältigung der Ukraine- und Coronakrise, bei der Anpassung von Liefer- und Wertschöpfungsketten für mehr Resilienz und bei der betrieblichen Neuausrichtung mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und grüne Transformation.

    Kocher: Stärken Unternehmen und Standort

    Bundesminister Martin Kocher unterstreicht die standortpolitische Bedeutung des Pakets: „Wir unterstützen Unternehmen dabei, sich mit fundierten Beratungsleistungen zielgerichtet weiterzuentwickeln und stärken damit insgesamt den KMU-Standort Österreich. Von einer starken KMU-Landschaft und der Sicherung der damit verbundenen Arbeitsplätze profitiert das ganze Land.“

    Kopf: Erfolgreiche Transformation in fordernden Zeiten ermöglichen

    „Bereits in den ersten beiden Jahren des Förderprogrammes ‚Perspektive Zukunft‘ entfielen 70 Prozent der beantragten Beratungsförderungen auf Zukunftsthemen, wie neue Geschäftsmodelle oder Vertriebswege. Mit der Verlängerung des Programms fördern wir die erfolgreiche Transformation unserer Unternehmen in fordernden Zeiten. So können sich die Unternehmen fit für die ‚neue Normalität‘ machen“, so der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Karlheinz Kopf.

    Aktionsprogramm mit Handlungstipps für Krisenszenarien und geförderten Beratungen

    Das KMU-Aktionsprogramm „Perspektive Zukunft 3.0“ ermöglicht den Betrieben zur Unternehmenssicherung u.a. einen „Quick-Check“ aus finanzwirtschaftlicher Sicht, den Plan-Ist-Vergleich mit Blick auf Krisenszenarien wie steigende Material- und Energiepreise, Lieferketten-Engpässe oder die Vorbereitung von Bankterminen. Zur Zukunftssicherung der Betriebe fördert das Aktionsprogramm u.a. mit Beratungen zu Strategie und betrieblicher Neuausrichtung in Richtung ökologisches Wirtschaften. Die Beratungen werden, abhängig vom Thema, zwischen 75 % – 100 % gefördert. Insgesamt steht ein Budget von 500.000 Euro für das Programm zur Verfügung.

    Weitere Informationen auf www.perspektivezukunft.at

    09.08.2022       

    Rückfragen & Kontakt:

    Bundesministerium Arbeit und Wirtschaft
    Presseabteilung
    +43 (0) 1 711 00-805130
    presse.wirtschaft@bmaw.gv.at

    https://www.bmaw.gv.at

  • 14-forschungspraemie-steuerbefreiung-fuer-photovoltaikanlagen

    14% Forschungsprämie & Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen

    Anfang Juli ist das Abgabenänderungsgesetz (AbgÄG) 2022 im Nationalrat beschlossen worden. Es bringt interessante neue Möglichkeiten für mittelständische Betriebe. Danke für diese aktuelle Info von Reinhard Stulik von STULIK-STEUERBERATUNG  

    August 2022

    14% Forschungsprämie & Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen

    Abgabenänderungsgesetz 2022 beschlossen – wesentliche Neuerungen im Überblick


    Anpassungen bei der Forschungsprämie

    Die Forschungsprämie fördert Aufwendungen für Forschung und experimentelle Entwicklung und beträgt seit 1.1.2018 14 %. Durch das AbgÄG 2022 kommt es zu Änderungen hinsichtlich Unternehmerlohn, Antragsfrist und Teilauszahlung, welche besonders für kleine Unternehmen und Start-ups interessant sind. Grundsätzlich sind Löhne und Gehälter, unmittelbare Aufwendungen und Investitionen, Finanzierungsaufwendungen und damit zusammenhängende Gemeinkosten förderfähig und somit Teil der Bemessungsgrundlage für die Forschungsprämie (steuerfreie Förderungen sind in Abzug zu bringen). Nunmehr kann zusätzlich ein fiktiver Unternehmerlohn die Bemessungsgrundlage erweitern, wobei der fiktive Unternehmerlohn für Einzelunternehmer, Mitunternehmer und unentgeltlich tätige Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft möglich ist. Ein fiktiver Unternehmerlohn kann freilich nur dann angesetzt werden, wenn bisher für die Tätigkeit des Unternehmers kein Lohn bzw. Gehalt verrechnet wurde, weil diese Komponente ansonsten sowieso in der Bemessungsgrundlage enthalten wäre. Der fiktive Unternehmerlohn beträgt 45 € pro Tätigkeitsstunde i.Z.m. Forschung & Entwicklung und ist mit 77.400 € pro Person und Wirtschaftsjahr gedeckelt. Die geleisteten Stunden müssen mittels Zeitaufzeichnung und aussagekräftiger Beschreibung nachgewiesen werden – eine solch explizite Nachweispflicht war bisher kein Thema im Rahmen der Forschungsprämie. Der fiktive Unternehmerlohn kann erstmals für Anträge nach dem 30.6.2022 geltend gemacht werden und betrifft die Forschungsprämie für das Kalenderjahr 2022.

    Bei der Antragsfrist zur Geltendmachung der Forschungsprämie galt bisher, dass der Antrag auf Forschungsprämie (Formular E 108c) spätestens bis zum Eintritt der Rechtskraft des betreffenden ESt-, KöSt- bzw. Feststellungsbescheids gestellt werden kann. Hintergrund dieser Regelung ist mitunter, dass die Prüfung des Antrags zur Forschungsprämie mit der Prüfung der Steuererklärung verbunden werden kann. In der Praxis stellt sich dabei jedoch oftmals das Problem, dass die Forschungsprämienanträge aufgrund der Quotenregelung früher als die Steuererklärung eingereicht werden. Durch das AbgÄG 2022 wird die Antragsfrist für die Forschungsprämie von der Steuerveranlagung (Rechtskraft der Bescheide) entkoppelt. Die Antragsfrist für die Forschungsprämie beginnt nach Ende des relevanten Wirtschaftsjahres und ist vier Jahre lang möglich – dies gilt bereits für die Forschungsprämie 2022 (Anträge nach dem 30.6.2022). Für Regelwirtschaftsjahre endet die Frist mit Ablauf des vierten Kalenderjahres; bei einem abweichenden Wirtschaftsjahr mit Ablauf von vier Jahren, bemessen vom jeweiligen Bilanzstichtag. Übrigens können die Anträge auf Geltendmachung der Forschungsprämie künftig ausschließlich via FinanzOnline gestellt werden.

    Die dritte maßgebliche Änderung im Bereich der Forschungsprämie beruht auf der Problematik, dass Forschungsprämienanträge typischerweise mehrere Forschungsprojekte oder -schwerpunkte umfassen und es bei der Auszahlung der Prämie zu Verzögerungen kommen kann, wenn dem Antrag nicht sofort vollinhaltlich entsprochen wird. Nunmehr wurde die Möglichkeit eines Teilabspruchs und damit einer Teilauszahlung in Bezug auf den unstrittigen Teil des Antrags geschaffen. Eine Teilauszahlung erfolgt auf Antrag des Steuerpflichtigen und ist im Ermessen der Abgabenbehörde. Unstrittige Teile sind abgrenzbare Sachverhalte wie etwa Forschungsprojekte und/oder Forschungsschwerpunkte, nicht aber einzelne Rechtsfragen oder Sachverhaltsteile.

    Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen

    Aus der Einspeisung von elektrischer Energie aus Photovoltaikanlagen in das öffentliche Netz resultieren steuerpflichtige Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Nunmehr wurde eine Steuerbefreiung für kleinere Photovoltaikanlagen ab der Veranlagung 2022 geschaffen (da nur private Anlagen und die Eigenversorgung begünstig werden, nicht aber gewerbliche Zwecke, ist die Befreiung auf Anlagen mit einer Engpassleistung von 25 Kilowatt Peak (kWp) beschränkt), sodass Einkünfte aus der Einspeisung von höchstens 12.500 kWh Strom aus Photovoltaikanlagen steuerfrei sind. Wird diese Schwelle überschritten, so gilt die Befreiung anteilig i.S. eines Freibetrags.

    Öffi-Ticket und Pendlerpauschale

    Selbständige können nunmehr 50 % der Ausgaben für Jahres(netz)karten und andere Netzkarten wie z.B. Wochen- und Monatskarten pauschal als Betriebsausgabe ansetzen, sofern die (nicht übertragbaren) Netzkarten sowohl für betrieblich veranlasste als auch für private Fahrten genutzt werden. Für Arbeitnehmer kommt es zur Klarstellung, dass weder die Zurverfügungstellung einer Wochen-, Monats- oder Jahreskarte für ein Massenbeförderungsmittel noch die Übernahme der Kosten durch den Arbeitgeber zu einem steuerbaren Bezug aus nichtselbständiger Arbeit führt.

    Bzgl. Pendlerpauschale wird klargestellt, dass grundsätzlich das Pendlerpauschale für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte maßgeblich ist, sofern der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich ein Ticket zur Verfügung stellt bzw. einen Kostenanteil übernimmt. Die Zuzahlung des Arbeitgebers bzw. der vom Arbeitgeber zugewendete Wert des Tickets muss dabei abgezogen werden.

    Mitarbeitergewinnbeteiligung

    Klargestellt wird, dass einzelne Arbeitnehmer im Kalenderjahr nicht mehr als 3.000 € an steuerfreier Mitarbeitergewinnbeteiligung erhalten können, insbesondere wenn sie bei mehreren Arbeitgebern angestellt sind. Ein allenfalls übersteigender Betrag muss nachversteuert werden.

    Umsatzsteuerzinsen

    Entsprechend EuGH-Judikatur ist die Verzinsung von Umsatzsteuerforderungen i.S.d. steuerlichen Neutralität geboten. Das AbgÄG 2022 schafft nun eine ausschließlich für die Umsatzsteuer geltende Verzinsungsregelung (§ 205c BAO), wobei der (Umsatzsteuer)Zinssatz 2 % über dem Basiszinssatz liegt. Bei Gutschriften aus UVAs beginnt der Verzinsungszeitraum mit dem 91. Tag nach Einlangen der Voranmeldung und endet mit dem Verbuchen der Gutschrift am Abgabenkonto. Wird die Gutschrift hingegen erst in der Umsatzsteuerjahreserklärung geltend gemacht, beginnt die Verzinsung erst mit dem 91. Tag nach Einlangen der Jahreserklärung. Voraussetzung für die Verzinsung ist, dass eine Gutschrift in der jeweiligen Voranmeldung oder Jahreserklärung überhaupt geltend gemacht wurde. In vergleichbarer Weise sind auch Abgabennachforderungen an Umsatzsteuer zu verzinsen. Umsatzsteuerzinsen i.H.v. weniger als 50 € sind nicht festzusetzen. Umsatzsteuerzinsen auf Gutschriften werden grundsätzlich auch dann gewährt, wenn sich die Verbuchung der UVA aufgrund von Prüfungsmaßnahmen der Behörden verzögert.

    Bild: © Adobe Stock – sezerozger

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    E-mail: k.brauneder@stulik.at
    Web: http://www.stulik.at